In einem emotionalen Finale hat sich Kathrin Zettel ihren ersten Weltcup-Sieg sichern können. In einer Zeit von 2:16,10 Minuten distanzierte die Österreicherin Tanja Poutiainen aus Finnland (2:16,38 Min.) und ihre Landsfrau Michaela Kirchgasser (2:16,68 Min.). Überzeugend war auch die Leistung von Kathrin Hölzl, die Sechste wurde.

Poutiainen zunächst eine Klasse für sich
Dabei hatte im ersten Durchgang alles nach einem Start-Ziel-Sieg der Finnin Poutiainen ausgesehen. Zu deutlich distanzierte sie mit Startnummer eins die Konkurrenz. Mit Zettel konnte überhaupt nur eine Fahrerin den Rückstand unter einer halben Sekunde halten. Doch im entscheidenden Finale fühlte sich Poutiainen vielleicht zu sicher und kam mit etwas angezogener Handbremse nicht auf den ersten Platz. Zuvor hatten die drei besten Österreicherinnen des Tages jeweils sehr starke Fahrten hingelegt. Vor allem im Schlussteil fuhr niemand so auf Zug, wie die spätere Siegerin, die sich im Ziel freuen konnte.

Hölzl legt im Finale zu
Auch aus deutscher Sicht gab es in Aspen Grund zum Jubeln. Kathrin Hölzl hatte in Durchgang eins die zwölftbeste Zeit gefahren, doch im Finale legte sie zu und übernahm die Führung. Nach und nach verbesserte sie sich im Endergebnis und konnte sich endlich über Platz sechs freuen - ihr bislang bestes Weltcup-Ergebnis, das zugleich auch die Qualifikation für die WM in Are bedeutet.

Selbstvertrauen für Maria Riesch
Auch für Maria Riesch war es ein guter Abend. Knapp für das Finale qualifiziert, konnte sie dort zehn Plätze gut machen, wobei man vor allem gegen Ende merkte, dass sie die Handbremse im Kopf etwas lösen konnte. Bei den Rennen in Aspen vor einem Jahr war Riesch gestürzt und hatte sich den zweiten Kreuzbandriss binnen eines Jahres zugezogen. Carolin Fernsebner und Veronika Staber hatten den zweiten Durchgang verpasst.


Favoriten patzen
Für einige Hochkaräter war es dagegen kein guter Abend. Marlies Schild schied ebenso aus wie Anja Pärson. Tina Maze konnte ihrem Ruf als Riesenslalom-Spezialistin nicht gerecht werden und auch für Olympiasiegerin Julia Mancuso reichte es auf der Heimstrecke nur zu Platz sieben. Wieder schwach präsentierte sich die Schweizer Mannschaft, die mit Fränzi Aufdenblatten ihre beste Fahrerin auf Platz 25 hatte. Mit ihrem Sieg hat Kathrin Zettel auch die Führung im Gesamtweltcup übernommen. Am morgigen Sonntag steht in Aspen noch ein Spezialslalom auf dem Programm.