US-Abfahrer Steven Nyman hat das zweite Training von Lake Louise (CAN) für sich entschieden. Mit 1:49,88 Minuten blieb er als Einziger unter 1:50 Minute und verwies Vortagessieger Christoph Gruber aus Österreich sowie den schwedischen Routinier Patrick Järbyn auf die Plätze. Bester Deutscher war Stephan Keppler auf Rang 59.

Piste noch nicht hart genug
Nach den schlechten Bedingungen am Vortag präsentierte sich die Piste in Kanada bereits deutlich verbessert. Trotz weiterer Neuschneefälle konnte sie härter und kompakter präpariert werden, allerdings noch nicht hart genug, um auch den hohen Startnummern noch eine gute Zeit zu ermöglichen. Dennoch war die Piste deutlich schneller: Der Sieger benötigte rund fünf Sekunden weniger für den Kurs als am Vortag.

Nyman stark - Maier angeschlagen
Mit über einer halben Sekunde Vorsprung fuhr sich Steven Nyman dabei in den Favoritenkreis für das Rennen am Samstag. Erneut überzeugend unterwegs war auch Christoph Gruber unterwegs, was ihm einen Startplatz im starken ÖSV-Kader sichern sollte. Diesen hat Hermann Maier sicher. Nachdem er das Auftakttraining verpasst hatte, fuhr er am Donnerstag mit Erkältungsbeschwerden und verlor als 28. über zwei Sekunden auf den Sieger.

Cuche führt starke Schweizer an
Stark präsentierten sich neben den Österreichern, die mit fünf Fahrern in den Top Ten landeten, auch die Speedfahrer aus der Schweiz. Didier Cuche, Tobias Grünenfelder und Bruno Kernen landeten auf den Plätzen sieben bis neun und halten damit die Hoffnungen der Eidgenossen auf ein Top-Resultat aufrecht.


Keppler vor Stehle
Für die DSV-Fahrer sah es auch im zweiten Training nicht besser aus: Die vier angetretenen Athleten landeten alle auf den hinteren Plätzen. Allerdings mussten sie auch mit dem Handicap der hohen Startnummern zurecht kommen. Letztlich war Stephan Keppler als 59. mit rund fünf Sekunden Rückstand bester Deutscher. Johannes Stehle belegte Rang 61, Felix Neureuther und Stefan Kogler wurden als 69. und 70. gewertet. Damit haben Keppler und Stehle wohl die besten Chancen, sich die beiden offenen Tickets des DSV für die Spezialabfahrt zu sichern.