Ein Fußball-Benefizspiel kostet den österreichischen Olympia-Zweiten im Slalom, Reinfried Herbst, eine ganze Ski-Saison. Der 27-Jährige zog sich bei einem Freundschaftskick einen Kreuzbandriss zu und fällt damit etwa sechs Monate aus.

Diagnose: Kreuzbandriss
Am Freitag, den 21. Juli, war Herbst bei einem Freundschaftsspiel in Zell am See mit von der Partie. Bei einem Angriffszug umspielte der aus dem benachbarten Unken stammende Lokalmatador den gegnerischen Torwart und verdrehte sich dabei ohne Fremdeinwirkung das Knie. Bei der folgenden Untersuchung kam dann die niederschmetternde Diagnose für den Österreicher: Es wurde ein Kreuzbandriss im linken Knie festgestellt. Dazu kommen weitere Knorpel- und Meniskusverletzungen und ein Innenbandeinriss. Insgesamt wird Herbst nun ein halbes Jahr pausieren müssen, damit ist auch die Weltmeisterschaft in Are (SWE) 2007 für ihn wohl außer Reichweite gerückt.


Beste Saison für Herbst
Am Samstag wurde der Weltcupsieger von Shigakogen (JAP) in Innsbruck bereits erfolgreich operiert. Bereits vor neun Jahren war dem Ski-Star das linke Kreuzband gerissen. Nach einigen durchwachsenen Jahren, bei denen er den Sprung in das starke ÖSV-Team oftmals nicht schaffte, hatte Herbst im vergangenen Winter zu den Aufsteigern gezählt und sich kontinuierlich an die Weltspitze herangetastet. Zum Ende des Winters feierte er mit der Olympia-Silbermedaille und dem Weltcupsieg in Japan zwei große Erfolge, die seine Berufung in das österreichische Nationalteam zur Folge hatten. Nun wird Herbst in der Saison 2007/2008 erneut um seinen Platz kämpfen müssen.