Die Organisatoren der Ski-Weltcuprennen in Zwiesel am Arber stehen vor großen Problemen. Am 10. und 11. März 2007 sollen die besten Skifahrerinnen der Welt einen Slalom und einen Riesenslalom austragen - etwa acht Monate vorher haben vier führende Funktionäre das Handtuch geworfen.

Keine Zusammenarbeit möglich
Aus dem jungen Team um OK-Leiter Ernst Schneider, der seit vielen Jahren für die Rennen am Arber verantwortlich ist, haben Rennleiter Gerhard Bellmann, der stellvertretende OK-Chef Jürgen Pöschl, Marketingleiter Roman Müller und Thomas Tremml, der Leiter des Strecken- und Rutschkommandos, ihren Rücktritt erklärt. In einer schriftlichen Erklärung gaben sie an, dass eine weitere Zusammenarbeit mit dem Betriebsleiter der Arber-Bergbahn, Thomas Liebl, nicht mehr möglich sei.

Streitpunkte kosten viel Zeit und Nerven
Liebl wird vorgeworfen, sich zu sehr in die Austragung der Weltcup-Rennen eingemischt und dadurch die Prozesse extrem verlangsamt zu haben. Unter anderem sei über ein Jahr hinweg keine Einigung über die Namensgebung erzielt worden: Während das Organisationskomitee Zwiesel und Arber gleichberechtigt nebeneinander stellen wollte, beharrte Liebl auf dem Begriff 'Arberland'. Danach wurde über einige Kompetenzen gestritten, unter anderem das Controlling der Finanzen oder die Sponsorenauswahl.


Liebl weist Vorwürfe zurück
Der Bergbahnchef hat inzwischen die Vorwürfe zurückgewiesen. Die Probleme seien gelöst, aber die Fragen nach der Finanzierung eines solchen Events müssten vorher geklärt sein. Wie es weitergehen soll, wird nun wohl in einer Krisensitzung am Montagabend, den 17. Juli 2006 entschieden werden.