Die alpinen Herren der Schweiz können noch auf einen Weltcup-Sieg hoffen. Das Internationale Sportgericht CAS in Lausanne (SUI) entscheidet in letzter Instanz über die Disqualifikation von Didier Defago im Dezember 2005 in Val D'Isere (FRA).

An 0,17 Millimeter gescheitert
Defago war am 11. Dezember als Sieger der Super-Kombination disqualifiziert worden. Seine Bindungsplatte war 0,17 Millimeter zu hoch. Durch die Disqualifikation Defagos wurde damals Michael Walchhofer (AUT) zum Sieger erklärt und der Frust bei den Schweizern war groß. Schon direkt nach dem Rennen legte der Schweizer Skiverband Protest ein.

Kein Sieg der Herren seit 2004
Eventuell kommen die Schweizer Herren also mitten im Sommer zu ihrem ersten Weltcup-Sieg seit dem 30. Januar 2004, als Didier Cuche bei der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen triumphierte. Nach Ansicht der Schweizer Delegation stehen die Chancen gar nicht so schlecht. Laut Cheftrainer Martin Rufener ergaben die verschienden Messungen unterschiedliche Werte und eine Nachkontrolle war nicht möglich, da der Ski aus dem Zelt verschwunden war. Der deutsche FIS-Renndirektor Günter Hujara hält dagegen und erklärte, dass bei der Hauptkontrolle die Überschreitung des Limits von 5,5 cm festgestellt wurde und dies verbindlich sei.