Von der Kandahar-Piste in Garmisch-Partenkirchen geht es auf die Kandahar in Chamonix (FRA). Dort werden am 3. und 4. Februar 2006 die Herren ihren letzten Halt vor den Olympischen Spielen in Turin machen.

Abfahrt zu flach für Maier
Auf dem Programm stehen eine Super-Kombination und eine Abfahrt. Mit der Piste sind nicht alle Athleten einverstanden. Hermann Maier fehlen zum Beispiel auf der Strecke die unruhigen Passagen, sodass er Vorteile für gute Gleiter wie Antoine Deneriaz sieht. Außerdem will der 'Herminator' eine Woche vor den Olympischen Spielen nicht mehr alles riskieren.

Keine Generalprobe für Sestriere
Die Streckenbeschaffenheit in Chamonix bietet zudem nicht die Charakteristika, die die Piste in Sestriere auszeichnet, und ist daher keine ideale Generalprobe für die Olympia-Abfahrt. Trotzdem werden die Speed-Akteure noch einmal Selbstvertrauen für die Winterspiele tanken wollen. Dies gilt vor allem für die Athleten, die in dieser Saison bisher noch keine guten Ergebnisse einfahren konnten.

Miller wieder dabei
Den richtigen Schwung sucht diesen Winter beispielsweise immer noch Bode Miller. Der Amerikaner, der die Rennen in Garmisch für eine Trainingswoche ausließ, kehrt in Frankreich in den Ski-Zirkus zurück. Der Titelverteidiger des Gesamtweltcups hat erst einen Saisonsieg auf seinem Konto und würde diesem in Chamonix gerne einen zweiten folgen lassen. Dazu muss sich Miller aber gegen die anderen Favoriten durchsetzen. Trotz Olympia wird wieder mit den Österreichern Michael Walchhofer und Fritz Strobl, Daron Rahlves und Gröden-Sieger Marco Büchel, der im ersten Training Bestzeit fuhr, zu rechnen sein.

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Dritte Super-Kombination
Vor der Abfahrt steht am Freitag aber noch die dritte Super-Kombination der Saison an. Hier wird man aber schon eine Tendenz für Olympia sehen können. Mit Michael Walchhofer und Benjamin Raich haben die beiden bisherigen Super-Kombis zwei ÖSV-Athleten gewinnen können. Allerdings kommt der erfahrene Altmeister Kjetil-Andre Aamodt je näher Turin rückt immer besser in Fahrt. Den Norweger muss man daher auf jeden Fall im Blick haben. Mit Peter Fill kann auch ein junger Italiener auf das Treppchen fahren, wie sein dritter Platz von Wengen (SUI) bereits gezeigt hat. Mit Didier Defago kommt ein weiterer Sieganwärter aus der Schweiz.

Keine deutschen Starter in Chamonix
Nach ihrem guten Abschneiden bei der Heim-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen lassen die DSV-Herren die Speed-Rennen in Frankreich wieder aus.

Der Terminplan für Chamonix:
Freitag, 03. Februar 2006
Kombination der Herren
Abfahrt 11.00 Uhr
Slalom 14.00 Uhr

Samstag, 04. Februar 2006
Abfahrt der Herren 11.00 Uhr

Wir werden natürlich in unserem Live-Ticker von diesen Rennen berichten.