Beim Super-G der Herren in Kitzbühel konnte Hermann Maier ein deutliches Zeichen seiner Stärke setzen. Auf seinem 'Hausberg' gewann er in 1:22.97 Minuten bereits den fünften Super-G in sechs Jahren. Knapp hinter ihm landete der Italiener Peter Fill (1:23.02 Min.). Den dritten Platz sicherte sich Hannes Reichelt (AUT, 1:23.25 Min.).

Maiers 'Wohnzimmer'
Eine alte Liebe fand auch in diesem Jahr ihre Fortsetzung. Hermann Maier wurde in den letzten sechs Jahren beim Super-G in Kitzbühel nur 2004 von Daron Rahlves geschlagen. In den anderen Jahren gab es keinen stärkeren als den Herminator. Und auch 2006 wurde der ÖSV-Star seiner Rolle gerecht, obwohl die vom vielen Neuschnee sehr weiche Piste bereits keine optimale Grundlage mehr für ihn bot. Maier fand dennoch eine ideale Linie und rettete im Zielsprung noch fünf Hundertstel seines Vorsprungs ins Ziel.

Peter Fill im Aufwärtstrend
Zuvor hatte Peter Fill wie der Sieger des Rennens ausgesehen. Der Italiener nutzte den Vorteil der niedrigen Startnummer sieben und legte vor allem im kurvenreichen Mittelteil und im Schlussstück der Streifalm eine fast perfekte Vorstellung hin. Dadurch sah der Italiener im Ziel nach und nach alle Favoriten hinter sich ins Ziel kommen und musste sich letztlich nur Maier geschlagen geben. Kurz vor den Olympischen Spielen im heimischen Turin zeigte Fill aber weiter seine aufsteigende Form.

ÖSV-interne Olympia-Ausscheidung
Es war ein sehr gutes Mannschaftsergebnis für die Österreicher, die immer noch die besten vier Starter für das Großereignis im Februar suchen. Eine gute Ausgangsposition hat sich der junge Hannes Reichelt geschaffen, der nach seinem Überraschungssieg in Beaver Creek einen dritten Platz folgen ließ. Damit setzte er sich auch vor die Teamkollegen Stephan Görgl, Klaus Kröll, und Fritz Strobl, die allesamt noch unter die besten Sieben kamen. Dabei jubelte das Publikum auch für Klaus Kröll besonders ausgelassen, denn Kröll fuhr völlig unerwartet noch mit Startnummer 34 so weit vor.

Favoriten mit Problemen
Außer Maier kam nur US-Fahrer Daron Rahlves von den Top-Favoriten mit einem guten Ergebnis ins Ziel. Für einige Stars bot der Auftakt zu den 66. Hahnenkammrennen jedoch eine kalte Dusche. Bode Miller schied erneut aus, die Österreicher Michael Walchhofer und Benjamin Raich, immerhin Nummer eins und zwei des Gesamtweltcups, enttäuschten auf den Plätzen 27 und 31. Kaum besser erging es Marco Büchel: Der zuletzt so starke Liechtensteiner musste sich mit dem 20. Platz begnügen.

Keine Punkte für den DSV
Zwei DSV-Starter versuchten sich am schweren Kurs in Kitzbühel, mussten allerdings mit hohen Startnummern auch bereits einige Rippen im Kurs wegstecken. Felix Neureuther startete als 44., fuhr zunächst weite Wege und fand als Slalom-Experte auch nicht immer sofort in die ideale Hocke zurück. Dennoch ließ er den Ski gut laufen und verfehlte als 32. die Punkteränge nur knapp. Andreas Ertl konnte erst als 51. in den Kurs gehen und hatte einige Probleme mit der Strecke. Am Ende wurde er 43.

Svindal bleibt im Super-G vorn
Weiter spannend bleibt es in der Weltcup-Wertung im Super-G. Dort verteidigte Aksel-Lund Svindal mit Platz 14 seine Führung und hat nun 213 Zähler auf seinem Konto. Knapp hinter ihm liegt Erik Guay (CAN, 204), der als 13. etwas Boden gutmachen konnte. Doch nach den Führenden haben sicher noch zehn Fahrer die Chance auf die kleine Kristallkugel in dieser Disziplin. Auf den Plätzen drei und vier rangieren nun die Österreicher Reichelt (192) und Maier (182). Im Gesamtweltcup überholte Daron Rahlves mit nun 629 Zählern Michael Walchhofer (604) und belegt Rang zwei. Weiter klar in Führung liegt Benjamin Raich mit 706 Punkten.