Die Siegesserie von Giorgio Rocca reißt nicht ab. Auch beim Slalom in Wengen konnte sich der Italiener durchsetzen und siegte in 1:42.28 Minuten vor dem Finnen Kalle Palander (1:42.48 Min.) . Auf Rang drei kam am Ort seines Vorjahressieges Alois Vogl, der sich damit in der Weltspitze zurückgemeldet hat.

Maximale Ausbeute
Dabei profitierte Rocca erneut von einem Ausfall von Benjamin Raich. Nach dem ersten Durchgang lag der Italiener nur auf dem vierten Platz, nachdem er kurz nach dem Start einen kleinen Fehler eingebaut hatte. Im Finale dann setzte sich Rocca knapp an die Spitze, um dann alle Konkurrenten an seiner Vorgabe scheitern zu sehen. Als Raich als letzter Starter des Finals bereits beim dritten Tor aus Unachtsamkeit einfädelte, stand der Sieg Rocca fest. Dieser hat nun nach fünf Slalomrennen 500 Punkte auf seinem Konto - mehr geht nicht.

Palander prescht aufs Podium
Der Finne Kalle Palander wollte in diesem Slalom unbedingt einen Podestplatz erreichen. Nach dem ersten Lauf kam er als Fünfter ins Ziel, doch im Finale riskierte er viel. Oben nicht ohne Fehler, zeigte Palander dann im Steilhang seine ganze Klasse und fuhr dort die beste Linie aller Finalisten.

Alois Vogl ist wieder da
Die Saison hatte nicht gut begonnen für den Deutschen Alois Vogl. Nach gesundheitlichen Problemen fiel er in den ersten drei Rennen gleich aus und musste in Adelboden zunächst Sicherheit gewinnen. In Wengen griff Vogl an und setzte mit der zweitbesten Laufzeit im ersten Durchgang gleich ein Ausrufezeichen. Im Finale ließ es der Deutsche etwas ruhiger angehen und fiel so hinter Rocca und Palander zurück. Dennoch ist dieses Ergebnis kurz vor den Olympische Spielen ein wichtiges Signal durch Vogl - zumal es auch seine Fahrkarte nach Turin war.

Miller mit Bestzeit im Finale
Zum ersten Mal in dieser Saison sah auch der Amerikaner Bode Miller das Ziel eines Slaloms. Allerdings hatte er sich bereits im ersten Lauf durch einen schweren Patzer alle Chancen auf den Sieg verbaut. Was bei ihm möglich ist, zeigte er in Durchgang zwei, wo er alle Konkurrenten hinter sich ließ und damit von Position 20 noch auf den achten Rang vorfuhr. Nur drei Hundertstel langsamer war im Finale der Japaner Kentaro Minagawa, der sich somit vom siebten auf den vierten Rang verbesserte. Bester Amerikaner wurde erneut Ted Ligety, der aber in seinem zweiten Lauf einige Fehler hatte und am Ende Fünfter wurde.

ÖSV-Stars in Erklärungsnot
Im Slalom ist derzeit der Wurm drin bei den Österreichern. Nach dem erneuten Ausfall des in der letzten Saison so konstanten Benni Raich war Reinfried Herbst bester ÖSV-Mann auf Platz sechs. Die Stars überzeugten wieder nicht. Manfred Pranger wurde 16., noch hinter Nachwuchsmann Andreas Omminger. Rainer Schönfelder schied im ersten Durchgang aus und Mario Matt verpasste das Finale als enttäuschender 41.

Neureuther und Kogler verpassen Finale
Zwei Griffe in den Schnee für Felix Neureuther waren bei dieser Konkurrenz zu viel, um noch das Finale der besten 30 zu erreichen. Am End fehlte dem Deutschen, der immer noch mit einer Handschiene fahren muss, lediglich vier Hundertstel auf den 30. Platz - eine denkbar knappe Entscheidung. Auch für Stefan Kogler war nach einem Torfehler im ersten Lauf bereits Endstation. Neureuther wird nun in Kitzbühel versuchen, die Olympia-Qualifikation zu schaffen. Ihm fehlt noch ein Platz unter den besten 15.