Nach seinem schweren Sturz in Bormio (ITA) befindet sich Johann Grugger derzeit in der Rehabilitation. Dabei schufftet er so, als ob er noch eine Chance sehen würde, bei den Olympischen Spielen in Turin an den Start zu gehen.

Grugger mit großem Tatendrang
Ein Comeback bei der Lauberhornabfahrt in Wengen (SUI) wird es aber natürlich nicht geben, auch wenn Grugger gerne dabei wäre. Denn in der Physiotherapie in Gastein hat der Österreicher nach seiner Hüftluxation gerade erst wieder mit dem Gehen begonnen - und das vorerst mit Krücken. Die Ärzte müssen den 24-Jährigen bei den Übungen zurückhalten, damit der mit seinem Tatendrang seine Hüfte nicht überstrapaziert. Grugger hängt sich bei der Reha so rein, als ginge es für ihn noch um die Olympiateilnahme. Auch wenn dies realistisch gesehen eher eine Illusion ist, hat sich der Speed-Fahrer Olympia als Ziel gesetzt, um härter arbeiten zu können.

Olympiaträume nur verschoben
Vorgenommen hat sich das Sturzopfer, bei den Weltcup-Finals im schwedischen Aare wieder vorne mitfahren zu können. Seine olympischen Träume hat Grugger aber nur verschoben, denn vom Alter her, kann er noch zwei Mal bei Winterspielen an den Start gehen. Dabei könnte der ÖSV-Athlet 2014 sogar auf Spiele im eigenen Land hoffen, da sich Salzburg für diese sportliche Großveranstaltung beworben hat.