Der am Samstag im slowenischen Maribor wegen starker Regenfälle abgesagte Damen-Riesenslalom soll am Freitag, 3. Februar 2006, bei den Weltcup-Rennen in Ofterschwang im Allgäu nachgeholt werden. Das bestätigten am Sonntag der Deutsche Skiverband sowie das Organisationskomitee in Ofterschwang.

Entscheidung am 10. Januar
Für den 4. und 5. Februar ist in Ofterschwang bereits ein Riesenslalom bzw. Slalom angesetzt. "Wir sind bereit", kommentierte Ofterschwangs Generalsekretär Stefan Huber, "ein drittes Rennen wäre für uns eine tolle Herausforderung." Eine Entscheidung will der Internationale Skiverband am kommenden Dienstag, 10. Januar, treffen.

Trainer gegen zweiten Versuch in Maribor
Unmittelbar nach der Absage in Maribor hatte DSV-Alpinchef Walter Vogel bekannt gegeben, dass der Deutsche Skiverband gerne einspringen und den Damen-Riesenslalom im Allgäu veranstalten möchte. Zunächst war noch diskutiert worden, das Rennen am Montag, 9. Januar, in Maribor nachzuholen, doch die Trainer erteilten diesen Überlegungen wegen der in der kommenden Woche in Bad Kleinkirchheim stattfindenden Weltcup-Rennen eine klare Absage. Die Reisestrapazen seien für die Athletinnen zu groß.

Organisatoren und Hoteliers spontan dafür
Das Organisationskomitee in Ofterschwang hat darauf schnell reagiert. In einer Eilsitzung, so Huber, habe sich das Präsidium schnell entschieden, aus einer Doppel- gerne eine Dreifach-Veranstaltung zu machen. "Alle Beteiligten standen spontan hinter dieser Idee", berichtet der Generalsekretär. Auch die Hotels im Allgäu hätten bei einem Rundruf schnell ihr Okay gegeben. Dennoch gilt es bis Dienstag noch einige offene Punkte abzuklären. Zum einen, so Huber, müsse wegen der Sponsoren gewährleistet sein, dass auch der Freitags-Riesenslalom live im Fernsehen übertragen wird.

Sponsoring soll Zusatzkosten abdecken
Zum anderen müssten der Internationale und Deutsche Skiverband das finanzielle Risiko für die Organisatoren im Allgäu absichern. Schließlich "würden für uns bei einem zusätzlichen Rennen auch erhebliche Mehrkosten entstehen", so Huber. Allein an Preisgeldern müsse der Veranstalter 65.000 Euro aufbringen, die Zusatz-Kosten für Übernachtung und Verpflegung des Weltcup-Trosses schätzt der Generalsekretär auf etwa 20.000 Euro. Nun werde in den nächsten Tagen verhandelt, wie diese Kosten über das Sponsoring abzudecken sind.