Unter dem Jubel der Zuschauer fielen sich die Siegerinnen von Lienz im Zielraum in die Arme. Marlies Schild hatte in 1:57.92 Minuten den bislang längsten Slalom der Saison gewonnen, Zweite wurde mit über einer Sekunde Rückstand Nicole Hosp (1:58.94 Min.). Hinter den beiden Österreicherinnen landete Janica Kostelic (1:59.65 Min.) aus Kroatien auf Rang drei. Beste Deutsche in Lienz war Monika Bergmann-Schmuderer auf dem 13. Platz.

ÖSV-Dreifachführung nach Lauf eins
Dabei konnten die heimischen Fans sogar auf mehr als einen Doppelsieg der ÖSV-Damen hoffen: Nach dem ersten Lauf hatte Youngster Kathrin Zettel noch auf dem dritten Rang gelegen, konnte jedoch im Finale noch von Kostelic und einer starken Kristina Koznick (USA) abgefangen werden. An der Spitze änderte sich jedoch nichts, da die beiden Führenden nach Durchgang eins mit der drittbesten und besten Laufzeit auch im Finale ganz stark waren. Besonders beeindruckend dabei war die Leistung von Marlies Schild, die in jedem Lauf eine halbe Sekunde schneller als die Konkurrenz fuhr.

Pärson fällt aus - Kostelic übernimmt Führung
Mit Startnummer eins war Top-Favoritin Anja Pärson aus Schweden ins Rennen gegangen - mit dem festen Entschluss, auch den dritten Slalom in Folge zu gewinnen. Statt dessen schied sie nach Innenskifehler aus . Damit begann der Slalom mit einer Überraschung. Durch ihren dritten Rang konnte Janica Kostelic daher im letzten Rennen des Jahres 2005 die Führung in der Slalom- wie in der Gesamtweltcup-Wertung von Pärson erobern und geht als Führende in ihr Heimspiel, den Nachslalom in Zagreb-Sljeme, der am 5. Januar 2006 als nächstes auf dem Programm steht.

DSV-Damen stark, aber ohne Fortune
Die deutschen Damen zeigten in Lienz erneut, dass sie im Slalom zu den Besten gehören. Allerdings fehlte etwas Glück zu einem tollen Mannschaftsergebnis. Freuen konnte sich am Ende nur Monika Bergmann-Schmuderer, die mit dem 13. Platz die Fahrkarte zu den Olympischen Spielen nach Turin lösen konnte. Annemarie Gerg unterstrich in Lauf eins ihre derzeit bestechende Form, als sie trotz Handverletzung eine tolle Zwischenzeit hinlegte. Leider schied sie kurz vor dem Ziel aus. Besser lief es zunächst für Martina Ertl-Renz, die im ersten Durchgang Zwölfte war und sich im Finale mit einer starken Zeit nach vorne kämpfte. Nach dem Rennen wurde sie allerdings wegen eines Einfädlers aus der Wertung genommen.

Die weiteren DSV-Athletinnen kamen nicht in das Finale. Anja Blieninger schied im ersten Lauf mit guter Zeit aus, Fanny Chmelar und Kathrin Hölzl verpassten als 32. und 33. des ersten Durchgangs den Endlauf nur ganz knapp.