Die Schwedin Anja Pärson hat den Riesenslalom der Damen in Lienz (AUT) gewonnen. In der Zeit von 02:09.94 Minuten verwies sie Nicole Hosp (AUT, 02:10.15 Min.) und die Slowenin Tina Maze (02:10.34 Min.) auf die Plätze.

Spannendes Finale
Schon nach dem ersten Durchgang kündigte sich ein interessantes Finale an. Die schnellsten Fahrerinnen nach dem ersten Lauf waren nur wenige Hundertstel voneinander entfernt. Schließlich gelang es Anja Pärson, ihren Vorsprung aus Lauf eins ins Ziel zu retten und einen weiteren Weltcup-Sieg einzufahren. Souverän meisterte sie auch das Finale und gewann damit den Riesenslalom. Hinter ihr kam Nicole Hosp, die vor zwei Jahren hier den Riesenslalom gewann, auf den zweiten Platz. Damit verpasste Hosp ihren ersten Saisonsieg nur um Haaresbreite. Dahinter kam die Sölden-Siegerin Tina Maze auf den dritten Rang.

Pärson übernimmt Führung im Gesamt-Weltcup
Durch diesen Sieg übernahm Pärson auch die Führung im Gesamt-Weltcup. Mit nunmehr 540 Punkten liegt die Schwedin acht Zähler vor ihrer Dauer-Konkurrentin Janica Kostelic (CRO), die in Lienz Sechste wurde. Auf den dritten Rang in dieser Wertung rutschte Michaela Dorfmeister ab, die beim Riesenslalom den 23. Rang belegte. Auch in der Disziplinen-Wertung rangiert Pärson nun auf dem ersten Platz vor Kostelic und Zettel.

Kompaktes ÖSV-Team
Wieder einmal zeigte sich, dass die Österreicherinnen derzeit im Riesenslalom die stärkste Mannschaft stellen. Neben Hosp, die im Finale Laufbestzeit erzielte, waren auch Kathrin Zettel als Vierte und Marlies Schild als Fünfte unter den besten sechs. Ebenfalls überzeugen konnte Renate Götschl, die im Finale noch vom 22. auf den 13. Rang vorfuhr. Insgesamt platzierten sich zehn ÖSV-Damen unter den ersten 30.

Ertl-Renz wieder in den Top Ten
Erneut in die Top Ten kam Martina Ertl-Renz vom SC Lenggries. Mit dem neunten Rang erzielte sie nach Sölden, wo sie Achte war, ihre bislang zweitbeste Platzierung in diesem Winter. Ertl-Renz hatte im Finale im oberen Teil einen schweren Fehler, der viel Zeit kostete und ein noch besseres Resultat verhinderte.

Annemarie Gerg trotz Daumenbruchs am Start
Schon vor dem Rennen gab es eine erneute Hiobsbotschaft aus dem Verletztenlager des DSV. Annemarie Gerg (SC Lenggries) hatte sich am Dienstag einen Daumenbruch zugezogen und musste mit geschienter Hand in das Rennen gehen. Mit Schmerzen fuhr sie im ersten Durchgang aber dennoch auf den 24. Rang und qualifizierte sich für das Finale. Dort langte es dann zum 29. Platz. Auch Anja Blieninger (TSV Altenau) konnte sich erneut für den Finaldurchgang qualifizieren. Am Ende wurde sie 27.

Weltcup-Debüt für Fernsebner
Kathrin Hölzl (WSV Bischofswiesen) verpasste als 37. ebenso das Finale wie auch Carolin Fernsebner (SK Ramsau). Die 19-jährige Fernsebner feierte jedoch ein gelungenes Weltcup-Debüt und war lediglich um vier Zehntel zu langsam für den Finaleinzug.