US-Star Bode Miller verlor am Wochenende nach zwei Ausfällen die Führung in der Weltcup-Gesamtwertung an den Norweger Aksel Lund Svindal. Nach dem verpassten Slalom-Finale gab es auch noch neuen Ärger für den Amerikaner: Er ließ die obligatorische Schuprobe einfach ausfallen und handelte sich dafür ein Bußgeld ein. Nun droht Miller mit seinem Ausstieg.

Miller will aussteigen
Für den Gesamtsieger des letzten Winters scheinen die Regularien der FIS Weltcup-Tour ein einziges Ärgernis zu sein. Nach dem ersten Durchgang im Slalom von Kranjska Gora, in dem Miller einmal mehr ausgeschieden war, verpasste der Mann aus New Hampshire den obligatorischen Schuhtest und wurde deshalb vom Internationalen Skiverband zu einer Strafe von 999 Franken (etwa 643 Euro) verurteilt. Diese Strafe will Bode Miller nun nicht annehmen und droht sogar mit seinem Ausstieg aus der Tour, sollte das Bußgeld nicht zurückgenommen werden.

Knieuntersuchung wichtiger als Schuhtest
Statt der Kontrolle des Materials hatte der zweifache Weltmeister von Bormio sein linkes Knie checken lassen, indem er seit längerem Schmerzen verspürt. Diese hatten sich wohl auch schon auf den Oberschenkel ausgeweitet und waren mit ein Grund für Millers schwachen Auftritt in Slowenien. Wird die Strafe innerhalb von acht Tagen von Miller nicht bezahlt, geht die Forderung an den US Skiverband weiter. Ob die Drohung von Miller, tatsächlich den Weltcup zu verlassen, wirklich ernst zu nehmen ist, bleibt abzuwarten. Nach der letzten Saison hatte der Amerikaner schon einmal öffentlich mit dem Ausstieg geliebäugelt - und trat doch zum Saisonauftakt wieder an.