Die letzte Siegerin vor Weihnachten im alpinen Ski-Weltcup der Damen heißt Anja Pärson. Die Schwedin gewann den Slalom in Spindlermühle (CZE) in der Gesamtzeit von 01:38.49 Minuten vor der Kroatin Janica Kostelic (01:38.98 Min.) und Marlies Schild (AUT, 01:39.76 Min.).

Pärson mit starker Vorstellung
Im Slalom ist Anja Pärson derzeit eine Klasse für sich. Nach dem Sieg in Aspen (USA) gewann sie auch den Slalom in Spindlermühle und hat nun bereits 200 Punkte in dieser Disziplin zu Buche stehen. Mit zwei starken Durchgängen war sie von keiner Athletin zu schlagen und fuhr ihren 28. Weltcup-Sieg heraus. Gerade im unteren Bereich war sie die Beste und ließ alle Mitfavoritinnen hinter sich.

Kostelic und Schild erneut auf dem Podest
Wie schon beim Riesenslalom am Mittwoch waren Janica Kostelic und Marlies Schild auf dem Podium. Zum Sieg reichte es aber für die Kroatin Kostelic diesmal nicht. Sie brachte zwar erneut zwei gute Läufe hinunter, doch gegen Pärson war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Dennoch schaffte Kostelic wieder ein gutes Resultat und geht gestärkt in die kurze Weihnachtspause. Dies kann auch Marlies Schild tun, die endgültig wieder in guter Form ist. Nach ihrem dritten Rang im Riesenslalom bestätigte die Österreicherin diese Platzierung im Slalom mit einem erneuten dritten Platz.

Annemarie Gerg in Top-Form
Die deutsche Annemarie Gerg (SC Lenggries) fährt in dieser Saison im Slalom konstant in der Weltspitze. Schon beim ersten Slalom in Aspen war sie Fünfte und in Spindlermühle ging es für sie noch einen Platz weiter nach vorne. Mit zwei technisch sauberen Läufen war sie am Ende Vierte und gehört zu den besten Slalom-Läuferinnen der Welt. Mit diesen Resultaten im Rücken sind weitere Top-Platzierungen oder der erste Podestplatz nur eine Frage der Zeit.

Hosp und Mancuso mit großen Sprüngen
Die besten Laufzeiten im Finale gehörten Nicole Hosp (AUT) und Julia Mancuso (USA). Beide waren nach dem ersten Lauf auf für sie enttäuschenden Rängen, doch nutzten sie die guten Bedingungen zu Beginn des Finales und schoben sich im Endklassement noch weit nach vorne. Für Mancuso ging es von Platz 25 auf Rang neun und Hosp machte ebenso 16 Plätze gut und landete am Ende auf dem siebten Rang.

Vier DSV-Damen im Finale
Die deutschen Damen hinterließen einen guten Eindruck. Gleich vier von ihnen erreichten das Finale der besten 30. Hinter Gerg war dabei Monika Bergmann-Schmuderer (SpVgg Lam) die zweitbeste DSV-Fahrerin. Nach einem etwas verhaltenen ersten Durchgang riskierte sie im Finale etwas mehr und wurde mit dem 12. Platz belohnt. Damit hat sie die halbe Olympia-Qualifikation in der Tasche. Für Martina Ertl-Renz (SC Lenggries) lief es im Finale dagegen weniger gut und sie verlor noch einige Plätze. Am Ende wurde sie 27. Anja Blieninger (TSV Altenau) schaffte zum ersten Mal in dieser Saison den Einzug ins Finale und belegte den 29. Rang. Lediglich Kathrin Hölzl (WSV Bischofswiesen) verpasste als 49. den zweiten Durchgang.

Dorfmeister Führende im Gesamt-Weltcup
Michaela Dorfmeister (AUT), die den Slalom ausließ, bleibt nach den beiden Rennen in Tschechien die Führende im Gesamt-Weltcup mit 502 Zählern. Doch hinter ihr kommen Janica Kostelic und Anja Pärson bereits näher. Die Kroatin ist nur noch zehn Punkte hinter Dorfmeister. Den Slalom-Weltcup führt Pärson mit der maximalen Punktzahl von 200 vor Kostelic an. Dort ist Annemarie Gerg hervorragende Vierte.

Kurze Weihnachtspause
Die Damen haben nun eine kurze Weihnachtspause. Am 28. Dezember steht allerdings schon das nächste Rennen in Lienz (AUT) an. Dort ist ein Riesenslalom auf dem Programm und einen Tag später ist der nächste Slalom geplant.