Auf seiner Hauspiste in Gröden möchte Italiens Abfahrtsgröße Kristian Ghedina seinen fünften Erfolg feiern - damit wäre er Rekordsieger auf der Saslong. Im zweiten Abfahrtstraining hat er seine Ambitionen erneut unterstrichen. Er gewann des Testlauf in der Zeit von 1:56.39 Minuten klar vor dem Schweizer Bruno Kernen und ÖSV-Fahrer Fritz Strobl, die bereits eineinhalb Sekunden Rückstand hatten.

Favoriten fahren nicht voll
Ghedina nutzte seinen Heimvorteil zu einer Demonstration seiner Stärke und fuhr fast in jedem Teilstück die beste Zeit heraus. Am Ende konnte er sich über einen riesigen Vorsprung freuen - allerdings fuhren viele Stars im Training nicht voll. Vor allem Michael Walchhofer (AUT) und Daron Rahlves (USA), die letzten Abfahrtssieger im Weltcup, bremsten im Schlussteil deutlich ab. Der Österreicher lag bei der letzten Zwischenzeit noch auf Platz vier und wurde im Ziel als 22. geführt. Rahlves nahm etwas weniger Tempo heraus und wurde noch Zwölfter. Demnach kann sich der Trainingserfolg für Ghedina als Nachteil erweisen - wenn er am Samstag mit der ungeliebten Startnummer 30 ins Rennen gehen muss.

Deneriaz und Büchel überzeugen
Gut lief das Training für Antoine Deneriaz aus Frankreich. Er konnte seine Gleiterqualitäten ausspielen und freute sich über einen vierten Rang, noch vor Abfahrtsweltmeister Bode Miller auf Platz fünf. Auch Liechtensteins Marco Büchel kam mit der Saslong gut zurecht und belegte Rang sieben. Hermann Maier kam auf den neunten Rang, überraschend gut platzierte sich ÖSV-Fahrer Norbert Holzknecht auf Position sechs.

Svindals Start fraglich
Ein Fragezeichen steht vor den Speed-Rennen in Gröden über dem Start des Norwegers Aksel Lund Svindal. Der Zweite der Gesamtweltcupwertung war beim Probelauf am 14. Dezember bei den legendären Kamelbuckeln gestürzt und leidet nun an Hüft- und Rückenschmerzen. Das Training am Donnerstag ließ Svindal ausfallen, sein Arzt hatte ihm Bettruhe verordnet. Deutsche Teilnehmer waren nicht am Start.