Licht und Schatten für das Team der Italienerinnen: Zwar gewann das Riesentalent Elena Fanchini die Abfahrt der Damen in Lake Louise, zugleich verletzte sich Lucia Recchia bei einem Sturz schwer und musste mit einem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden.

Zweigeteiltes Rennen
Das erste Speed-Rennen der Damen hatte zwei Phasen. Zunächst fuhren bis zur Startnummer 18 vor allem Elisabeth Görgl (AUT) und Lindsey Kildow (USA) ein gutes Rennen. Dann folgte der Sturz von Lucia Recchia. Die Italienerin verlor an einer kleinen Kuppe die Kontrolle über den Ski, riss ein Tor mit sich und rauschte dann in das Sicherheitsnetz. Leider wurde dieses durch eine Skikante aufgerissen und hielt die Athletin nicht auf. Darauf musste Recchia mit einem Helikopter ausgeflogen werden.

Schnelleres Flachstück
Nach der Unterbrechung, während der sich die Racerinnen mühevoll warm halten mussten bei bis zu minus 20 Grad Celsius, verbesserte sich einerseits die Sicht, außerdem wurde das Gleitstück im unteren Teil der Strecke merklich schneller. Das ermöglichte es vielen Fahrerinnen, im letzten Drittel bis zu einer halben Sekunde auf die lange Führende Kildow gutzumachen. Insgesamt musste die Amerikanerin noch vier Fahrerinnen passieren lassen. Vor ihr auf dem vierten Platz landete Landsfrau Julia Mancuso.

Spannendes Finale
Die Besten aus dem letzten Training ließen es dabei zu einem spannenden Showdown kommen. Zunächst legte Michaela Dorfmeister eine neue Bestzeit vor. Alexandra Meissnitzer folgte und blieb nur knapp unter der neuen Marke. Als Elena Fanchini im Mittelteil bereits einigen Rückstand aufwies, schien das Rennen zugunsten der Österreicherinnen entschieden. Doch Elena Fanchini suchte sich unten eine fantastische Linie und hatte auch einen schnellen Ski. Im Ziel fiel sie jubelnd ihrer Schwester Nadia in die Arme, die als 14. ebenfalls gut platziert war.

Hohe Startnummern punkten
Die schneller werdende Piste erlaubte es auch einigen Fahrerinnen mit hoher Startnummer, noch nach vorne zu fahren. Die Österreicherin Ingrid Rumpfhuber kam so mit Nummer 47 noch auf Rang sieben und distanzierte damit auch die Teamkolleginnen Elisabeth Görgl und Renate Götschl klar. Mit Nummer 48 fuhr Nike Bent aus Schweden vor auf Platz neun. Und auch Shona Rubens aus Kanada konnte sich über den 15. Rang freuen, trotz Startnummer 58.

Huber beste Deutsche auf Rang 20
Für die DSV Damen lief beim ersten Rennen nach dem Abschied von Hilde Gerg noch nicht alles rund. Zufrieden sein konnte aber Isabelle Huber, die auf Rang 20 einige Weltcup-Punkte erringen konnte. Maria Riesch fand sich beim ersten Speed-Rennen nach ihrer verletzungsbedingten Auszeit im Rennen schon wieder besser zurecht als noch bei den Trainingsläufen. Sie verpasste aber als 34. die Punkteränge knapp. Petra Haltmayr wurde 41., Stephanie Stemmer verlor nach ordentlicher Zwischenzeit die Kontrolle und stürzte leicht.

Weltcup: Maze bleibt vorn
In der Weltcup-Gesamtwertung behält Tina Maze aus Slowenien die Führung mit 110 Punkten, dicht gefolgt von Janica Kostelic (CRO, 102) und Elena Fanchini (100). Am kommenden Wochenende stehen in Kanada noch eine Abfahrt und ein Super-G für die Damen an.