Die Slowenin Tina Maze hat das erste Rennen des Weltcup-Winters 2005/2006 für sich entschieden. Sie setzte sich in 2:24.59 Minuten gegen die Kroatin Janica Kostelic (2:24.93 Min.) und Vorjahressiegerin Anja Pärson aus Schweden (2:25.03 Min.) durch.

Poutiainen verliert alles im Finale
Dabei sah alles lange nach einem Sieg der Finnin Tanja Poutiainen aus. Diese hatte sich mit einem furiosen ersten Lauf ein Polster von einer knappen halben Sekunde auf Tina Maze und die Vorjahressiegerin Anja Pärson verschafft. Das Finale 'verpatzte' Poutiainen jedoch völlig und fiel auf Rang elf zurück. Maze reichte im Finale die fünftbeste Laufzeit, um den Tagessieg zu sichern. Damit distanzierte sie auch Pärson, die nach dem ersten Lauf noch zeitgleich mit Maze gewesen war. Den besten Lauf im Finale zeigte Janica Kostelic, die dadurch auf Platz zwei vorrückte.

DSV-Team mit gemischten Gefühlen
Vor dem Start hatte Trainer Wolfgang Maier seine Ziele benannt: Martina Ertl-Renz unter den Top-Ten, Maria Riesch gesund und unter den ersten 20. Daher war der DSV-Coach nicht ganz unzufrieden mit dem Verlauf des Rennens - räumte aber Steigerungspotenziel ein. Für Martina Ertl-Renz war sicher mehr drin. Einige unnötige Fehler, gerade im Finale, verhinderten aber eine bessere Platzierung. Und auch Maria Riesch war mit ihrer Leistung nicht ganz zufrieden. Im zweiten Lauf fiel sie vom 17. auf den 24. Rang zurück - dabei hatte sie vor dem Lauf mit einem vorderen Platz geliebäugelt.

Blieninger verpasst Finale nur knapp
Weniger glücklich waren die anderen deutschen Starterinnen: Anja Blieninger verpasste den Finaleinzug als 31. nur um vier Hundertstel und musste sich im Ziel eine Träne aus dem Auge reiben. Für Annemarie Gerg war das Rennen schnell vorbei. Bereits im oberen Abschnitt musste sie die 'Segel streichen'. Kathrin Hölzl wurde 43. und verpasste damit den 'Cut' der besten 30 Fahrerinnen in Richtung zweiten Durchgang klar.

Wechselhafte ÖSV-Bilanz
Zwei prominente Ausfälle mit Renate Götschl und Alexandra Meissnitzer sowie ein völlig verkorkster Lauf von Marlies Schild und Eveline Rohregger, die beide mit über vier Sekunden Rückstand das Finale verpassten, prägten den ersten Durchgang aus Sicht der Österreicherinnen. Im Finale gab es aber mehrere Lichtblicke für den ÖSV: Andrea Fischbacher legte dort die zweitbeste Zeit auf das 'Eis' von Sölden und verbesserte sich insgesamt auf Platz fünf. Einen Rang vor ihr landete Kathrin Zettel, die in beiden Läufen konstant überzeugte. Auch Elisabeth Görgl war als Zehnte vor allem mit Lauf zwei zufrieden - insgesamt ein ordentliches Resultat für die ÖSV-Damen.

Enttäuschung für Swiss Ski - US Girls schwach
Die Schweizerinnen sind im Riesenslalom noch weit von der Weltspitze entfernt. Keine der Starterinnen spielte beim Kampf um das Podium eine Rolle. Die frühen Ausfälle von Fränzi Aufdenblatten und Nadia Styger komplettierten das Ergebnis. Sonja Nef und Marlies Oester erreichten zwar das Finale der besten 30, kamen aber nicht unter die besten 15. Mit Kristina Koznick und Julia Mancuso erreichten auch nur zwei US-Damen das Finale. Auch sie konnten mit den Rängen 17 und 21 nicht zufrieden sein.

Optimale Bedingungen in Sölden
Auf dem Rettenbachferner strahlte die Sonne an einem klaren, blauen Himmel, als sich die Zuschauer an die Piste und die Athleten an den Start begaben. Zum Weltcupauftakt präsentierte sich die Piste sehr hart und eisig und bot so auch hohen Startnummern noch sehr gute Bedingungen. Waren im ersten Durchgang noch einige Lücken in den Reihen des Publikums, so füllten sich diese beim Finaldurchgang. Nicht nur bei den starken Auftritten der Österreicherinnen sorgten die Fans für viel Stimmung.