Am 19. Oktober 2005 empfing Papst Benedikt XVI. die italienische Skilegende Kristian Ghedina. Im Vatikan nahm sich der Papst Zeit für ein persönliches Gespräch.

Erstes Treffen mit einem Kirchenoberhaupt
Es war das erste Mal, dass Ghedina einem Kirchenoberhaupt entgegentreten durfte. Zu einem Treffen mit dem skifahrenden Papst Johannes Paul II. war es nie gekommen. Gerade in der Saison mit seinen letzten Olympischen Spielen hat Ghedina den Segen des Papstes gesucht. Der Abfahrer zeigte sich von der Begegnung sehr beeindruckt: "Den Papst von Nahem zu sehen und ihn mit Händen zu greifen hat mich tief berührt. Ich glaube diese Begegnung wird mir Gutes bringen. Turin 2006 wird meine fünfte und letzte Olympiade sein, wobei es mir bis jetzt noch nicht gelungen ist eine olympische Medaille zu gewinnen. Ich wollte einen päpstlichen Segen vor allem wegen meiner Gesundheit und meines Wohlergehens, nicht des sportlichen Erfolges wegen."

Päpstlicher Sekretär früher Skilehrer
Benedikt XVI. hat sich gemeinsam mit seinem persönlichen Sekretär Hochwürden Georg Gänsewein, der in Vergangenheit als Skilehrer in Deutschland tätig war, für ein Gespräch mit Kristian einige Zeit genommen. "Der Heilige Vater hat mir erzählt, daß er mich im Fernsehen verfolgt hat, während Hochwürden Gänsewein einige Details zu meiner Saison wissen wollte. Ich habe Gänsewein gefragt, ob er noch Zeit zum Skifahren findet. Die vielen Verpflichtungen lassen es leider nicht mehr zu, antworte er mir", berichtete Ghedina von seinem Gespräch. Zum Abschied bekam Kristian Ghedina noch einen Rosenkranz mit auf den Weg.