Maria Riesch zog sich beim Überseetraining der Deutschen Ski-Nationalmannschaft in Round Hill (Neuseeland) eine Knochenstauchung am linken Schienbein zu. Die 20-jährige Allrounderin wird etwa vier bis sechs Wochen pausieren müssen. "Ich habe beim Super-G-Training eine kleine Welle übersehen, bin in der Folge ausgehoben worden und stürzte," so Maria Riesch. "Ich konnte zwar die letzten Tage des Lehrgangs noch trainieren, aber die Schmerzen nahmen permanent zu. Ich bin dann gestern, gleich nach der Ankunft in München, direkt vom Flughafen in die Orthopädische Chirurgie München gefahren, um mich dort untersuchen zu lassen."

Kein Schneetraining in den nächsten Wochen
Mannschaftsarzt Dr. Ernst-Otto Münch diagnostizierte nach einer Kernspintomographie eine Knochenstauchung am linken Schienbein. "Maria muss in den kommenden vier bis sechs Wochen die Belastung am verletzten Bein deutlich reduzieren und kann somit kein Schneetraining absolvieren", so Kniespezialist Dr. Münch.

Start in Sölden eher unwahrscheinlich
In einer ersten Reaktion nach der Diagnose schätzte die deutsche Hoffnungsträgerin für die Olympischen Spiele in Turin ihre Chancen auf einen Start beim Weltcup-Auftakt in Sölden eher schlecht ein.

Ziel bleibt unverändert
Maria Riesch hatte sich im Januar letzten Jahres beim Weltcup in Cortina d'Ampezzo einen Kreuzbandriss am rechten Knie zugezogen und war im Juli dieses Jahres in die Saisonvorbereitung eingestiegen. Bisher konnte Maria
Riesch die Vorbereitung problemlos absolvieren. "Die Verletzung ist zwar ein weiterer, unerwarteter Rückschlag, aber ich werde mich nicht von meinem Ziel abbringen lassen, möglichst schnell wieder ganz vorne mitzufahren", so Riesch. "Wir sind es gewohnt mit Verletzungen im Team umzugehen. Daher werden wir alles versuchen, um Marias Regeneration schnellstmöglich zu erreichen", so Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier zu der Verletzung.