Der Start des Ski-Weltcup-Auftakts in Sölden ist durch den Gondelabsturz vom vergangenen Montag offenbar nicht in Gefahr. Wie geplant soll die Ski-Weltcup-Saison am 22. und 23. Oktober auf dem Rettenbachferner eröffnet werden. Das Verkehrsministerium zeigte sich zuversichtlich, dass die betroffene Schwarze-Schneid-Bahn pünktlich zum Start der Weltcup-Saison wieder freigegeben werden könne. ÖSV-Alpinchef Hans Pum betonte, dass es sich bei dem Unglück um keinen "Gondel- sondern einen Hubschrauber-Unfall" gehandelt habe.

Milimetergenaue Überprüfung
Derzeit wird die Seilbahn-Anlage von Experten des Verkehrsministeriums genauestens unter die Lupe genommen, um zu prüfen, ob durch den Aufprall des Betonkübels weitere Schäden entstanden sind. Als Voraussetzung für die Freigabe der Anlage muss außer der Generalüberprüfung auch die Klärung der Unfallursachen abgeschlossen sein. Nach Angaben des Verkehrsministeriums werde die Prüfung noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Neun Menschen starben bei Gondelabsturz
Bei dem schweren Unglück am Montag hatte ein Hubschrauber 200 Meter über der Gondelbahn einen Betonkübel verloren. Dieser 750 kg schwere Kübel knallte direkt auf das Seil und riss daduch eine Gondel aus der Halterung. Bei dem Absturz kamen neun deutsche Touristen ums Leben, darunter sechs Kinder. Sieben Menschen kamen mit Verletzungen davon.