In der Haut von Swiss-Ski-Präsident Duri Bezzola möchte zur Zeit wohl niemand stecken. Nicht nur, dass der Schweizer Skiverband wenige herausragende Athleten in seinen Reihen hat; auch einige finanzielle und personelle Probleme treiben dem Vorsitzenden Bezzola die Sorgenfalten auf die Stirn. Sponsoren springen ab und Mitarbeiter aus der Führungsetage verlassen das Unternehmen. In Yverdon-les-Bains legte der Präsident nun den Jahresbericht vor. Zwar ist die Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr noch ausgeglichen; die Zukunft stellt sich jedoch nicht ganz so positiv dar.

Einschnitte bei Sportarten möglich
Anlässlich der 101. Delegiertenversammlung des Verbandes kündigte Swiss-Ski-Präsident Duri Bezzola an, es werde möglicherweise zu einer Prioritätenverschiebung bei den acht Sportarten kommen: „Wenn wir sehen, dass unser Budget die gegenwärtigen Strukturen nicht vollumfänglich zu unterstützen vermag, müssten wir allenfalls zwischen den acht Disziplinen weitere strategische Prioritäten setzen."
Ob und in welchem Umfang Einschnitte bei den Sportarten gemacht werden müssen, hängt davon ab, ob ein neuer Sponsor gefunden wird.

Marketing-Experte Bruno Marty verlässt Swiss-Ski
Der Vorsitzende der Geschäftsleitung Bruno Marty verkündete auf der Delegierten-Versammlung, er werde Swiss-Ski nach der nächsten Saison verlassen. Er war erst vor einem Jahr zum Verband gekommen und hatte eine umfassende Reorganisation im Verwaltungsbereich auf den Weg gebracht.
Laut eigenen Aussagen habe Martys Weggang nichts mit der gegenwärtigen Situation bei Swiss-Ski zu tun. Es sei von vorneherein klar gewesen, dass er seine Tätigkeit bei Swiss-Ski nach den Olympischen Winterspielen 2006 beenden werde.
Über die Nachfolge Martys will das Präsidium in den nächsten Wochen beraten.

Viel Lob für die neuen Ehrenmitglieder
Viel Applaus gab es bei der Begrüßung der neu ernannten Ehrenmitglieder Viktor Gertsch, Fredy Fuchs und Heinz Wyssenbach. Während Wyssenbach sich 35 Jahre lang als Funktionär im nordischen Bereich verdient gemacht hat, wurden Gertsch und Fuchs für ihre Pionierarbeit am Lauberhornrennen in Wengen geehrt.