Hans Knauß hat seine Ski-Karriere beendet. Der ÖSV-Fahrer hatte mit seiner Klage gegen die von der FIS verhängte 18-monatige Dopingsperre keinen Erfolg und zog daraufhin die Konsequenzen. Der oberste Sportgerichtshof in Lausanne hat am Mittwoch die Klage des Österreichers in letzter Instanz abgewiesen. Damit bleibt der 34-Jährige bis zum 26. Mai 2006 gesperrt und hätte die komplette Olympia-Saison verpasst. Knauß hatte auf eine Verkürzung der Strafe auf zwölf Monate gehofft, um an den Olympischen Spielen im Februar 2006 in Turin (ITA) teilnehmen zu können.

Erhöhter Nandrolon-Wert
Knauß gab im November 2004 bei den Weltcuprennen in Lake Louise (CAN) eine Dopingprobe mit einem erhöhten Nandrolon-Wert ab und war daraufhin von der FIS für 18 Monate gesperrt worden. Der Österreicher beteuerte aber stets seine Unschuld und gab an, dass der erhöhte Wert auf ein verunreinigtes Nahrungsergänzungsmittel zurückzuführen sei.

Silber in Nagano
Der Österreicher konnte in seiner Karriere sieben Weltcuprennen gewinnen und holte bei Großereignissen insgesamt drei Medaillen, darunter die Silbermedaille 1998 in Nagano. 1999 gewann er bei der WM in Vail die Bronzemedaille, war allerdings nur eine Hundertstel Sekunde langsamer als die beiden zeitgleichen Sieger Hermann Maier und Lasse Kjus.