Im Schweizer Skiverband lichten sich die Reihen der Athleten. Als nächste Fahrerin hat nun Corinne Imlig ihren Rücktritt bekannt gegeben. Als Grund nannte sie die Enttäuschung über das Verhalten des Verbandes, der sie aus Budgetgründen in den C-Kader zurückversetzt hatte.

Kein Vertrauen mehr in den Skiverband
Imlig fiel in den letzten beiden Jahren verletzungsbedingt komplett aus und besaß dadurch den Verletztenstatus. Dennoch wurde sie in den C-Kader zurück gestuft und hätte enorme finanzielle Einbußen zu verkraften gehabt. Imlig hätte sich unter strengen Leistungskriterien wieder für den Weltcup qualifizieren können, doch war für sie das Vertrauen in den Verband nicht mehr da und so zog sie die Konsequenzen.

Ein Weltcup-Sieg
Imlig konnte in ihrer Karriere ein Weltcuprennen für sich entscheiden. Im März 2000 gewann sie sensationell die Abfahrt in Lenzerheide, als sie mit Startnummer 33 alle düpierte und die schnellste Zeit fuhr. In der gleichen Saison entschied sie auch den Europacup im Super-G für sich. Doch danach hatte sie vermehrt mit Verletzungen zu kämpfen. So musste sie 2001 wegen einer Halswirbelfraktur sechs Monate aussetzen und in den letzten beiden Jahren fiel sie aufgrund von Knieverletzungen komplett aus. Das letzte Rennen ihrer Karriere bestritt die Schweizerin im März 2003.