Nach dem Betrugsvorfall bei zwei FIS-Slaloms in Davos kommt der Schweizer Skiverband erneut in Erklärungsnöte. Denn bei einigen Jugendrennen wurden ebenfalls unerlaubte Tricks angewandt, um den Teilnehmern zu besseren Resultaten zu verhelfen.

Kreative Betrügereien
Bei insgesamt drei Rennen der Jugendorganisation J.O., die für die Abwicklung der Skirennen der 12- bis 14-Jährigen zuständig ist, wurde offenbar entgegen des Reglements getrickst. Und das auf unterschiedlichste Weise: Bei zwei Veranstaltungen wurden Namen von Teilnehmern aus der Rennliste gestrichen, um anderen Nachwuchsläufern zu besseren Rennpunkten zu verhelfen. Auf Basis dieser Rennpunkte ergeben sich Vorteile für die Startnummernvergabe bei den kommenden Rennen. Dagegegen wurden bei einem Wettkampf in Morgins bei allen Teilnehmern drei Sekunden auf die erzielte Rennzeit aufgeschlagen, damit die vorgeschriebene Mindestlänge von 50 Sekunden erreicht wurde.

Swiss Ski will mehr Kontolle ausüben
Nun wird sich die Wettkampf-Kommission des Schweizer Ski-Verbandes Swiss-Ski mit den Vorwürfen befassen. Der Verband selbst hat die Betrügereien scharf verurteilt und will zukünftig härter kontrollieren. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass bei zwei FIS-Rennen die Stars Marlies Oester und Corina Grünenfelder im Klassement geführt wurden, obwohl sie gar nicht gestartet waren. Durch die 'Teilnahme' der Top-Fahrerinnen erzielten die anderen Teilnehmer bessere FIS-Punkte.