Am Ende gab es fast überall strahlende Gesichter. In einem packenden Riesenslalom-Finale holte sich der Österreicher Stephan Görgl auf der Silvano Beltrametti-Strecke (SUI) in der Gesamtzeit von 02.10.51 Minuten den Tagessieg. Der zweite Platz ging an den US-Amerikaner Bode Miller (02.11.19 Min.). Dritter wurde der Österreicher Benjamin Raich, der für die beiden Durchgänge 02.11.31 Min. benötigte.

Miller am Ziel seiner Träume - Gesamtweltcup
Für Bode Miller hat sich mit diesem Resultat ein großer sportlicher Traum erfüllt. Miller liegt nun in der Weltcup-Gesamtwertung vor dem abschließenden Slalomrennen am Sonntag mit 1608 Punkten uneinholbar vor seinem Konkurrenten Benjamin Raich, der es auf 1404 Punkte bringt und selbst mit einem Sieg im Slalom und bei einem 'Nuller' von Miller nun keine Chance mehr auf den Gewinn der 'großen Weltcupkugel' mehr hat. Miller kommentierte diesen Triumpf mit einem typisch coolen Spruch: "That's it baby." Damit ist Bode Miller der erste US-Amerikaner seit 1983, der den Gesamtweltcup bei den Herren gewinnen kann. Damals war dies dem legendären Phil Mahre gelungen.

Spannender Kampf auch um Riesenslalom-Weltcup
Vor dem letzten Riesenslalom der Saison hatten sich gleich noch fünf Fahrer berechtigte Hoffnungen auf die kleine Kristallkugel gemacht. Neben Benjamin Raich machten auch der Kanadier Thomas Grandi, der Italiener Massimiliano Blardone, Bode Miller und Hermann Maier Jagd auf den Gewinn der Disziplinenwertung. Am Ende spielte der Tagessieger Stephan Görgl das Zünglein an der Waage und leistete seinem Landsmann Raich die Schützenhilfe, die der 'Blitz aus Pitz' zum 'Kugelgewinn' benötigte. Görgl hatte nach dem ersten Durchgang bereits in Führung gelegen. Nur er konnte damit als letzter Starter des Feldes Bode Miller noch vom Spitzenplatz im Rennklassement verdrängen. Mit einem 'wilden Ritt' im Steilhang gelang im dies und damit schnappte Görgl Miller die 100 Punkte weg. Somit konnte Raich am Ende mit 423 Punkten die Riesenslalom-Wertung knapp vor Miller (420 Punkte) und Thomas Grandi (CAN/366 Punkte) gewinnen.

Für das Riesenslalom-Finale der besten 25 Fahrer in dieser Disziplin in der laufenden Saison konnten sich keine DSV-Fahrer qualifizieren.