Was für ein Wochenende für Hermann Maier (AUT)! Der Flachauer feierte nach seinem Sieg in der Abfahrt auch einen Erfolg im Super-G und ist damit der große Abräumer des Rennwochenendes in Kvitfjell (NOR). Auf der Olympia-Strecke von 1994 verwies er in 01:32.98 Minuten den Schweizer Didier Defago (01:33.81 Min.) und den US-Boy Daron Rahlves (01:33.86 Min.) auf die Plätze. Florian Eckert (SC Lenggries) war als 17. bestplatzierter Deutscher und qualifizierte sich für das Weltcupfinale.

Deutlicher Sieg für Maier
Eine Demonstration der Klasse von Hermann Maier erlebten die Zuschauer in Kvitfjell. Mit einem Traumlauf und großem Vorsprung sicherte sich Maier seinen 50. Weltcup-Sieg und zog damit in der ewigen Bestenliste mit Alberto Tomba (ITA) gleich. Vor den beiden rangiert nur noch der Schwede Ingemar Stenmark, der 86 Siege aufweist. Nach diesem Sieg hat Maier plötzlich wieder eine Chance im Gesamt-Weltcup, liegt er doch nur noch 130 Zähler hinter Raich.

Maier im Super-G-Weltcup mit Vorentscheidung
Durch den Sieg konnte Maier auch eine Vorentscheidung im Super-G-Weltcup herbeiführen. Lag er vor dem Rennen nur einen Punkt hinter Bode Miller (USA), so ist es nach seinem Sieg ein Vorsprung von 52 Punkten, denn Miller wurde Fünfter und verlor wichtige Zähler auf Maier. Ein Rennen steht noch aus und somit hat Maier beste Chancen, auch in diesem Jahr die kleine Kristallkugel im Super-G zu gewinnen.

Wieder ein Schweizer auf dem Podest
Die Schweizer kommen zum Ende der Saison besser in Form. Nachdem bereits am Samstag Ambrosi Hoffmann mit einem dritten Rang für Aufsehen sorgte, legte Didier Defago am Sonntag noch einen drauf. Er wurde hinter Maier Zweiter und zeigte eine sehr gelungene Fahrt auf der Olympiabakken-Piste.

Raich vor Miller platziert
Im Rennen um den Gesamt-Weltcup bleibt es äußerst spannend. Benjamin Raich (AUT) fuhr ein couragiertes Rennen und war gerade im oberen Teil gut unterwegs. Im unteren Teil verlor er noch ein wenig Zeit, war aber als Vierter im Ziel durchaus zufrieden. Im Gesamt-Weltcup ist der 'Blitz aus Pitz' damit wieder etwas näher an Miller herangekommen. Die Entscheidung fällt nun in der Lenzerheide, wo die letzten vier Rennen anstehen.

Eckert beim Weltcupfinale dabei
Grund zum Jubeln hatte auch Florian Eckert. Der Tölzer hatte zwar einige Fehler in seinem Lauf, fuhr aber unten ein gutes Rennen und wurde am Ende 17. Damit qualifizierte er sich im Super-G für das Weltcupfinale, was sein erklärtes Ziel vor dem Rennen war. Max Rauffer (SC Leitzachtal) konnte mit dem 28. Platz noch zwei Weltcup-Punkte ergattern. Andreas Ertl (SC Lenggries) kam nicht mit der Strecke zurecht und landete weit hinten im Klassement.

Walchhofer verzichtet auf Start
Schon vor dem Rennen verzichtete Michael Walchhofer auf den Start. Der Führende im Abfahrts-Weltcup stürzte am Samstag und schonte sich somit für die Finals in Lenzerheide, wo er die kleine Kristallkugel in der Abfahrt endgültig gewinnen möchte.