Hermann Maier aus Österreich kommt zum Ende der Saison immer mehr in Schwung. Der Flachauer holte sich auf der Olympiabakken-Strecke in der Zeit von 01.46.10 Minuten seinen insgesamt 49. Weltcupsieg. Auf dem zweiten Platz machte mit Mario Scheiber - der Shootingstar der Saison - den ÖSV-Doppelsieg perfekt. Der 'Rookie' im Team Austria benötigte für die 3035 Meter lange Strecke 1.46.23 Min. Platz drei ging an den Schweizer Ambrosi Hoffmann, der in der Zeit von 01.46.41 Min. den Eidgenossen nach langer Durststrecke wieder Leben einhauchte.

Miller punktet im Kampf um die große Kristallkugel
Im Kampf um den Gesamtweltcup zwischen Miller und Raich ging diese 'Runde' an den US-Amerikaner Bode Miller. Miller wurde am Ende hinter Maier, Scheiber und Hoffmann vierter vor seinem Landsmann Daron Rahlves, der wie immer unten noch einmal stark gefahren war. Miller hätte in diesem Rennen vielleicht sogar noch besser aussehen können, denn nach Bestzeiten im oberen Streckenabschnitt hatte der US-Boy dann aber bis ins Ziel an Zeit eingebüßt. Aber auch Raich konnte am Samstag nicht kontern. Der 'Blitz aus Pitz' wurde am Ende 12. Damit hat Miller mit 1303 Punkten den Vorsprung auf Benjamin Raich (1246 Punkte) nunmehr wieder auf 57 Punkte vergrößert. Hermann Maier ist mit 1066 Punkten auf dem dritten Rang.

Walchhofer verpasste vorzeitigen Gewinn der kleinen Kugel
Michael Walchhofer hatte es in der Hand gehabt. Nach seinen zwei Siegen in Garmisch führte der Österreicher die Abfahrtswertung mit 631 Punkten vor Bode Miller (488) an. Aber ein Sturz in der Abfahrt vertagte die Entscheidung im Abfahrts-Weltcup nun bis zu den Finals in der Lenzerheide. Durch seine 'Nullnummer' in Kvitfjell und Platz vier von Bode Miller ist der Punktevorsprung nunmehr auf 93 Punkte geschrumpft, so dass es für Miller noch eine theoretische Chance auf die Kugel gibt. Umkämpft bleibt aber noch der dritte Platz in dieser Disziplin. Daron Rahlves (404 Punkte), Hermann Maier (401 )und Johann Grugger (400) werden sich um diesen Platz bei den Finals 'bemühen'.

Schifferer springt auf den Final-Zug
Mit 107 Punkten hat es der Österreicher Andreas Schifferer gerade noch auf den nötigen 25. Platz in der Abfahrtswertung geschafft. Dagegen wird Kjetil Andre Aamodt (NOR) sich die Finalabfahrt nur anschauen können, denn er liegt nun mit 104 Punkten auf dem undankbaren 26. Platz.

Eckert holt einen Weltcuppunkt
Florian Eckert (SC Lenggries) erwies sich bei der Abfahrt am Samstag als der stärkere der beiden DSV-Athleten. Mit Startnummer 42 fuhr der Mann aus Bad Tölz am Ende auf Rang 30 und sicherte sich so einen weiteren Weltcuppunkt. Max Rauffer (SC Leitzachtal), der mit Startnummer 37 das Rennen aufgenommen hatte, konnte sich nicht in den Punkterängen klassieren. Er wurde im Gesamtergebnis 42. Während Max Rauffer für die Abfahrt bei den Finals qualifiziert ist, hat Florian Eckert den Sprung unter die Top 25 in der Disziplinenwertung 'Abfahrt' verpasst.

Rückblick: Kvitfjell 2004
Im Vorjahr hatte sich in der Abfahrt Stephan Eberharter aus Österreich durchgesetzt. Er gewann damit dort auch vorzeitig den Abfahrtsweltcup. Zweiter wurde 2004 Fritz Strobl (AUT) vor Antoine Deneriaz aus Frankreich.

Kvitfjell - Der Ort
Kvitfjell wurde erbaut für die Olympischen Winterspiele 1994 - und hat bis heute einen großen Bekanntheitsstatus unter alpinen Skifahrern in der ganzen Welt erreicht. Ausgetragen wurden hier Wettkämpfe im Super-G und in der Abfahrt. So ist aus anfänglich nur einem Lift und einer Abfahrt ein großes Skicenter mit Snowboardpark entstanden.
Die Kvitfjeller Strecken wurden vom Schweizer Bernhard Russi designed. Gerade die Abfahrtsstrecke erfüllt alle modernen Weltcupauflagen.