Ihren ersten Weltcup-Sieg konnte die Spanierin Maria José Rienda-Contreras im schwedischen Are erringen. Beim Riesenslalom siegte sie in 02:04.68 Minuten klar vor Nicole Hosp (AUT, 02:05.26 Min.) und der Lokalmatadorin Anja Pärson (02:05.57 Min.). Martina Ertl kam als beste Deutsche auf den 17. Rang.

Unschlagbar im Finale
Maria José Rienda-Contreras hatte zuletzt vor allem bei der WM nicht an ihre Bestform anknüpfen können. In Are zeigte sie sich aber wieder von ihrer besten Seite. Bereits im ersten Lauf fuhr sie stark. Im Finale merkte man der Spanierin an, dass sie sich diesmal nicht mit einem Podiumsplatz begnügen wollte. Ihr gelang ein Traumlauf, der sie an die Spitze katapultierte. Es ist auch der erste spanische Weltcup-Sieg in einer Damenkonkurrenz überhaupt.

Hosp glänzt mit gefühlvoller Fahrt
Die Österreicherin Nicole Hosp hatte sich im ersten Durchgang mit einer gefühlvollen Fahrt optimal an die Bedingungen angepasst. So nahm sie am meisten Tempo mit in den flachen Schlussteil und ließ alle Konkurrentinnen hinter sich. Im Finale konnte sie die Führung gegenüber Rienda-Contreras aber nicht verteidigen. Dennoch zeigte sie sich mit dem zweiten Platz zufrieden. Bei der WM war Hosp im Finale vom zweiten noch auf den fünften Platz zurückgefallen. In Are machte Hosp es besser und behielt im Schlussdurchgang die Nerven.

Pärson überholt Kostelic und Poutiainen
Für Anja Pärson gab es nach dem dritten Platz allen Grund zu jubeln. Zwar konnte sie ihren Vorjahressieg nicht verteidigen, doch der Podiumsplatz brachte ihr sowohl im Gesamtweltcup die Führung vor Janica Kostelic (CRO) ein, als auch die erste Position im Riesenslalom-Klassement vor Tanja Poutiainen (FIN), die heute ausschied. Damit hat sich die Schwedin die beste Ausgangsbasis vor den letzten Rennen der Saison gesichert.

Janica Kostelic: Weltcup-Führende für einen Tag
Die Kroatin konnte die gestern eroberte Spitzenposition im Weltcup mit dem elften Platz am heutigen Tag nicht halten. Allerdings hat sie mit 953 Zählern nur acht Punkte Rückstand auf Pärson (961). Das Rennen um die Kristallkugel ist damit noch völlig offen.

Koznick und Forsyth im zweiten Lauf stark
Der Finaldurchgang sah zwei starke Nordamerikanerinnen: Kristina Koznick (USA) und Allison Forsyth (CAN) konnten einige Plätze gutmachen. Koznick kletterte von 28 auf Rang 16, Forsyth konnte von Position 18 noch auf Platz acht vorfahren. Laufbestzeit erzielte aber die Siegerin Rienda-Contreras.

Ertl in Sicht behindert
Für Martina Ertl passte es in Are nicht. Der Hang, der gerade im Schlussteil sehr flach ist, lag ihr nicht. Auch der weiche Schnee kam ihr nicht entgegegen. Zudem beklagte sie im ersten Durchgang eine Sichtbehinderung, nachdem ihr am Start ein Schneebrocken auf die Brille gefallen war. So musste sich Ertl letztlich mit dem 17. Rang begnügen. Für Annemarie Gerg reichte es zu Platz 27.

Zwei von sechs DSV-Fahrerinnen im Finale
In Are gingen auch die deutschen Speed-Fahrerinnen an den Start im Riesenslalom. Für Petra Haltmayr und Hilde Gerg reichte es aber mit den Plätzen 49 und 51 nicht ins Finale. Besser machten es die Nachwuchsfahrerinnen Kathrin Hölzl und Anja Blieninger, die als 38. und 39. das Finale aber um rund vier Zehntel verfehlten.