Zum Auftakt der Speedrennen in Cortina d'Ampezzo (ITA) konnte ÖSV-Star Renate Götschl den Bann brechen und endlich ihren lang ersehnten ersten Weltcup-Sieg des Winters feiern. Sie gewann auf der Olympia delle Tofane Strecke den Super-G in der Zeit von 01:15.57 Minuten vor der Schwedin Anja Pärson (01:15.79 Min.) und DSV-Fahrerin Martina Ertl, die in 01:16.02 Minuten den dritten Rang erreichte.

Perfekte Bedingungen in Cortina
In Cortina werden in diesem Jahr vier Speedrennen (zwei Super-G und zwei Abfahrten) gefahren. Den Auftakt machte am Mittwoch der Super-G, der bei perfekten Bedingungen durchgeführt werden konnte. Ein wolkenloser Himmel und eine griffige Piste sorgten für freudige Gesichter bei den Athletinnen.

Götschl feiert 34. Weltcup-Sieg
Schon in der Vergangenheit fühlte sich Götschl in Cortina pudelwohl. Dies bestätigte sie auch am Mittwoch wieder mit einer starken Leistung gerade im unteren Streckenabschnitt, wo sie viel Zeit gutmachen konnte. Damit gelang der Speed-Queen aus der Steiermark bereits ihr 34. Weltcup-Erfolg und der sechste Sieg in Cortina.

Bestes Speed-Resultat für Anja Pärson
Ebenfalls Grund zur Freude hatte Pärson. Sie schaffte mit einem kraftvollen Lauf einen glänzenden zweiten Rang und damit ihr bisher bestes Resultat in einem Speed-Event. So sammelte sie überraschend 80 Zähler und schob sich im Gesamt-Weltcup näher an die Führende Tanja Poutiainen heran. Die Finnin setzt in Cortina aus und wird in den nächsten Tagen keine Punkte dazugewinnen.

Glückliche Martina Ertl
Glücklich stand Martina Ertl nach ihrem Lauf im Ziel. Sie hatte endlich einmal wieder Grund zum Jubeln in der Saison. Ihr gelang eine sehr gute Fahrt, die mit Platz drei und ihrem besten Resultat der Saison belohnt wurde. Rechtzeitig vor der WM scheint die Lenggrieserin also in Form zu kommen.

Gerg abgeschlagen - Riesch gestürzt
Hilde Gerg vom DSV ging mit der Startnummer 30 in das Rennen, hatte aber nach einem verpatzten Lauf keine Chance auf eine vordere Platzierung. Sie kam am Ende auf den 17. Rang und war damit natürlich nicht zufrieden. Noch schlimmer erwischte es gar Maria Riesch, die nach der ersten Zwischenzeit über den Innenski wegrutschte und in die Fangzäune stürzte. Die 20-Jährige blieb zunächst im Schnee liegen und man musste eine böse Verletzung vermuten. Doch nach einigen Minuten Behandlung konnte Riesch wieder aufstehen und sogar auf Skiern ins Tal fahren. Sie hatte 'nur' eine Platzwunde am Kinn davongetragen, wurde aber dennoch danach in die Klinik gefahren, um das schmerzende Knie näher untersuchen zu lassen.

Die weiteren DSV-Athletinnen
Auch für die weiteren DSV-Athletinnen lief es beim Super-G nicht optimal. Petra Haltmayr hatte einen fehlerhaften Lauf und wurde 20. Stefanie Stemmer kam auf den 50. Rang und Isabelle Huber sowie Regina Häusl verpassten jeweils ein Tor und schieden aus.

Starke ÖSV-Mannschaft
Eine starke Vorstellung bot die österreichische Mannschaft. Neben Götschl konnten sich gleich fünf weitere Läuferinnen unter den besten zehn platzieren. Michaela Dorfmeister bestätigte ihre gute Form und wurde Fünfte. Dahinter folgten Elisabeth Görgl (Platz sechs), Silvia Berger (Platz sieben), Andrea Fischbacher (Platz acht) und Alexandra Meissnitzer (Platz zehn). Damit boten sich mit Blick auf die anstehende WM diese Athletinnen für einen Platz im Super-G-Team des ÖSV an.

Dorfmeister übernimmt Führung im Super-G-Weltcup
Vor dem Rennen war Hilde Gerg noch die Führende im Super-G-Weltcup. Doch nach ihrem 17. Rang ist sie zunächst das Trikot los. Dies übernahm Michaela Dorfmeister (AUT), die mit dem fünften Platz 45 wichtige Zähler sammeln konnte.