Der Italiener Giorgio Rocca siegte in einem spannenden Slalom in Flachau (AUT) in der Gesamtzeit von 01:34.86 Minuten vor Rainer Schönfelder (AUT, 01:35.10 Min.) und dem DSV-Läufer Alois Vogl, der in der Zeit von 01:35.17 Minuten überraschend den dritten Platz belegte.

Vierter Sieg für Rocca
Das Finale in Flachau war nichts für schwache Nerven. Der nach dem ersten Durchgang auf dem zweiten Platz liegende Giorgio Rocca erwischte einen guten Lauf und verdrängte Alois Vogl von der Spitze. Danach stand nur noch Rainer Schönfelder oben im Starthaus, konnte jedoch den Italiener nicht mehr gefährden. Somit war der Weg frei für Roccas vierten Weltcup-Sieg der Karriere.

Vogl mit tollen Läufen
DSV-Fahrer Alois Vogl überzeugte in Flachau mit zwei überragenden Läufen. Schon nach dem ersten Durchgang lag der 32-Jährige auf dem dritten Rang und behielt auch im Finale die Nerven. Auch dort zeigte er einen mutigen und aggressiven Lauf und wurde mit der zwischenzeitlichen Führung belohnt. Somit landete Vogl auf einem Podestplatz, was für ihn der erste seiner Karriere ist.

Neureuther ausgeschieden
Pech hatte DSV-Nachwuchsfahrer Felix Neureuther. Er rutschte im ersten Durchgang schon nach wenigen Fahrsekunden weg und musste abstoppen. Danach versuchte er noch weiterzufahren, doch einige Tore später schied er dann ganz aus. Neureuther hofft nun auf die anstehenden Slaloms im neuen Jahr. Der dritte DSV-Starter, Stefan Kogler, hatte mit der hohen Startnummer 63 keine Chance auf das Finale.

Auch Miller nicht im Ziel
Ebenfalls nicht das Ziel sah Bode Miller. Der US-Amerikaner startete im ersten Durchgang furios in seinen Lauf und wurde oben mit absoluter Zwischenbestzeit gemeldet. Doch dann rutschte er über den Innenski weg und schied aus. Seine Führung im Gesamt-Weltcup war dadurch selbstverständlich nicht gefährdet, zu groß ist dort sein Vorsprung.

Raich vor Rocca im Slalom-Weltcup
Der Österreicher Benjamin Raich wurde in Flachau Sechster und konnte so knapp seine Führung im Slalom-Weltcup verteidigen. Allerdings ist Rocca mit nunmehr 160 Punkten bis auf 20 Zähler an Raich herangerückt. Für die alpinen Skiasse geht es nun in eine kurze Weihnachtspause, ehe sie am 29. Dezember eine Abfahrt in Bormio (ITA) austragen werden.

Stimmen zum Rennen:

Alois Vogl:
"Ich war mir ziemlich sicher, dass ich vorne mitfahren kann. Ich habe auch im zweiten Durchgang nicht zurückgesteckt und freue mich unglaublich über meinen ersten Weltcup-Podestplatz."

Walter Vogel, technischer Leiter Alpin DSV:
"Die hervorragenden Leistungen von Max Rauffer und Alois Vogl zeigen, dass im Team großartige Arbeit geleistet wird. Die Podestplätze sind für Athleten und Coaches eine tolle Bestätigung und ein wunderbares Weihnachtsgeschenk."