Der österreichische Rennläufer Hans Knauß steht nach einer positiven A-Probe derzeit unter Dopingverdacht. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) hat am Rande der Weltcuprennen im italienischen Val Gardena (Gröden) verlauten lassen, dass Hans Knauß aus Schladming im Zuge einer Dopingprobe während der Übersee-Rennen im kanadischen Lake Louise am 27. November positiv getestet wurde.

Erhöhter Nandrolonwert gefunden
In der A-Probe fand sich ein zu hoher Wert an Nandrolon wieder. Nun wartet man im ÖSV-Lager auf das Ergebnis der B-Probe.

Auf seiner Homepage versichert der Skistar indes, dass er niemals vorsätzlich dopen würde. Hier der Bericht:

Hans Knauß
"Ich würde nie vorsätzlich dopen". (18.12.2004) "Ich hoffe ihr glaubt mir, dass ich jede Form von Doping ganz strikt ablehne."

ÖSV Ärztin Brigitte Auer
Der Nadrolon-Wert von Hans Knauß in der nach der Abfahrt von Lake Louise abgegebenen Probe betrug 4,2 Nanogramm, 2,5 sind erlaubt. Wenn man wirklich dopt, liegt der Wert bei über 100. Bei einer derart geringfügigen Überhöhung ist bewusstes Doping auszuschließen. Es ist aber möglich, dass so ein Wert durch körpereigene Substanzen aufgebaut wird."

Erneuter Test in Wien
Knauß hatte das Donnerstag-Training ausgelassen, war nach Wien geflogen und hatte sich in Seibersdorf nochmals testen lassen. Ergebnis: Negativ, der Nandrolon-Wert lag unter der erlaubten 2,5-ng-Grenze. "Wenn man dopt, würde es Monate dauern, bis der Wert abgebaut wird", erklärte Auer weiter.