Während Bode Miller in Tirol feierte, hat der ÖSV nach dem Sölden-Riesenslalom Ursachenforschung betrieben. Obwohl die Österreicher zum zweiten Mal in Folge das Sölden-Podest verpassten, sah man keinerlei Grund zu Unruhe oder Panik.

Zu viele Fehler
Herrenchef Toni Giger analysierte das Geschehen in Sölden jedenfalls ruhig und gelassen: "Das Positive ist, dass wir im Gegensatz zum Vorjahr wissen, woran es gelegen ist. Damals hatten wir fehlerfreie Läufe und waren trotzdem weit zurück, diesmal blieb kein Österreicher ohne Schnitzer", so Giger, dessen bester Schützling Knauss 1,61 Sekunden Rückstand auf Miller aufwies.

Maier zeigt 'Teamgeist'
Auch für Weltcup-Gesamtsieger Hermann Maier, in Sölden 15., ist der vorgezogene Auftakt einen Monat vor den Übersee-Rennen kein Anlass zum Kopfzerbrechen. "Der Vorsprung von Miller ist normal. Die Saison ist noch lange, schaun mer mal", meinte der 'Herminator', der am 13. November Richtung Übersee aufbrechen wird, in Beckenbauer-Manier.

Maier skeptisch für den Riesenslalom
Maier konnte der 'One-Man-Show' seines neuen Atomic-Stallgefährten auch durchaus Positives abgewinnen. "Das ist gut für das gesamte Atomic-Team. Denn wir haben gesehen, dass alles möglich ist." Der Salzburger macht sich jedoch auch Sorgen um seine persönliche Zukunft im Riesenslalom: "Dass ich da noch einmal zum Siegläufer werde, wird ganz schwer."

Kein 'Wunderski' für Miller
Heinz Schilchegger, der nach seinem Rücktritt seit Sommer für Atomic im Einsatz ist, wischte Gerüchte von einem 'Wunderski' für Miller vom Tisch. "Es lag mehr an Bode als am Ski. Ich habe Bode noch nie so fahren gesehen", zog auch der Sechste des vergangenen Riesenslalom-Weltcups den Hut vor dem überlegenen Auftaktsieger.

Millers Liebeserklärung an Sölden
Miller kostete seinen Triumph voll und ganz aus. Mit Freunden und Teamkollegen feierte der 27-Jährige im voller Selbstbewusstsein bereits drei Tage vor dem Rennen reservierten Innsbrucker Pub Harley's. Nach seinem zweiten Sölden-Erfolg gab es von Miller auch eine Liebeserklärung ans Ötztal zu hören: "Es gibt keinen besseren Berg im Weltcup-Zirkus."

Quelle: www.orf.at