Nach fünfjähriger Tätigkeit als Speed-Trainerin übernahm Marie-Therese 'Maite' Nadig (50 Jahre) im Frühling die Leitung des alpinen Damenteams. Die Doppel-Olympiasiegerin von 1972, die bereits seit 1994 bei Swiss-Ski als Trainerin wirkt, ersetzte in dieser Funktion Angelo Maina, der nun als Chef Ausbildung amtiert.

Größere Flexibilität dank Untergruppen
Durch die Bildung von drei Haupt- und drei Untergruppen ist die flexible Trainingsgestaltung sowie die persönliche Betreuung der Athletinnen gewährleistet. Das Team strebt in der neuen Saison Podestplätze und Top Ten-Platzierungen im Weltcup und bei den Weltmeisterschaften in Bormio (ITA) an.

Erhöhung der Gruppendynamik
In der Struktur des alpinen Damenteams gibt es für die Saison 2004/2005 eine grundlegende Änderung. Die Athletinnen wurden in die drei Hauptgruppen Weltcup Speed, Weltcup Technik und Europacup aufgeteilt, wobei es pro Gruppe je eine Untergruppe gibt. "Dadurch haben wir pro Trainingsgruppe maximal drei bis vier Athletinnen und erreichen disziplinenspezifisch eine größere Flexibilität", erklärte Maite Nadig. Zudem erfordert die neue Struktur eine intensivere Kommunikation unter den Trainern, wodurch wiederum mehr Synergien genutzt werden können.

Spezieller Europacup-Kader
Zuständiger Trainer für die Technik-Gruppe blieb Andi Puelacher. Verantwortlich für die Speed-Gruppe ist neu Jean-Philippe Vulliet. Franz Gamper kümmert sich dabei innerhalb der Technik-Gruppe um Sonja Nef und Stefan Abplanalp in der Speed-Gruppe um Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten. Die Leitung des Europacup-Teams obliegt wie bisher Carlo Lötscher. Roger Staub trainiert einen speziellen Europacup-Kader, der zwischen Europacup und Weltcup hin und her pendelt.

Styger und Aufdenblatten in der Nationalmannschaft
Neben Sylviane Berthod erhielten mit Nadia Styger und Fränzi Aufdenblatten zwei Athletinnen neu den Nationalmannschafts-Status. Sowohl Styger als auch Aufdenblatten realisierten in der letzten Saison ihre ersten Podestplätze und erreichten weitere Spitzenplatzierungen im Weltcup. In den A-Kader zurückgestuft wurden hingegen Sonja Nef und Marlies Oester. Mit Martina Bühler und Monika Wenger schafften zwei Athletinnen den Aufstieg von der Juniorinnen-Nationalmanschaft in den B-Kader. Für Martina Bühler aber ist die Saison nach einer im Training zugezogenen Knieverletzung bereits vorbei. Vom Spitzensport zurückgezogen haben sich Corina Grünenfelder und Lilian Kummer.

Abwechslungsreiche Vorbereitung
Mit den Schneetrainings wurde bereits im Juni begonnen. Den ersten Teil der Vorbereitungen verbrachten die Teams in Zermatt und Saas Fee. Hinzu kam das Überseetraining in Argentinien. Während die Speed-Gruppe nach Las Leñas reiste, flogen die Technikerinnen erstmals nach Ushuaia, wo auf einer Höhe von rund 800m über dem Meeresspiegel ideale Bedingungen herrschen. Beide Gruppen vermochten intensiv und ohne Verletzungen zu trainieren. Die letzten Wochen verbrachten die Damen-Teams sowohl im Wallis als auch in Österreich. Nach dem Weltcupauftakt in Sölden von Ende Oktober setzen die Damen ihre Vorbereitungen voraussichtlich in Copper Mountain und Loveland (USA) oder Speed (CAN) fort.

Spitzenergebnisse in allen Disziplinen
Als vordergründiges Ziel für die Saison 2004/2005 bezeichnete Maite Nadig das Erreichen von Podestplätzen und Top Ten-Platzierungen: "In sämtlichen Weltcup-Disziplinen verfügen wir über eine gute Mischung aus Siegfahrerinnen und Talenten. Das Damenteam hat es in der Hand, erfreuliche Resultate zu erzielen." Wie im Weltcup und an den Weltmeisterschaften in Bormio (ITA) sollen auch im Europacup Podestplätze und Spitzenergebnisse erzielt werden. Zudem soll die Kontinuität für den Weltcup gewährleistet und zusätzliche Startplätze für den Weltcup erarbeitet werden.

Quelle: www.swiss-ski.ch