Während man auf den Gletschern in der nördlichen Hemisphäre die Ski-Openings kaum noch erwarten kann, gaben in der südlichen Hemisphäre die ersten alpinen Ski-Wettbewerbe bereits einen Vorgeschmack auf die Saison 2004/2005. Einige der besten Weltcup-Athleten schnupperten bereits wieder Rennluft - Seite an Seite mit jungen Rennfahrern, die hierbei eine Möglichkeit sahen, sich in der FIS-Rangliste nach vorne zu arbeiten.

Deutsche Juniorin Stechert in Chile vor Pärson
Im chilenischen 'Valle Nevado' war die Gesamtweltcup-Siegerin Anja Pärson aus Schweden bei diversen Südamerika-Cups mit am Start. Pärson konnte sich in einem Super-G am 27. August bereits einen zweiten Platz hinter der deutschen Gina Stechert aus Oberstdorf und vor der ebenfalls aus Deutschland stammenden Stefanie Stemmer vom SC Rottach-Egern sichern. Die Oberstdorferin Stechert zählt mit Jahrgang 1987 noch zu den Juniorinnen und erlangte bis zu diesem Sieg noch keine außergewöhnlichen Resultate. Gina Stechert ist ein Name, auf den man in Zukunft bestimmt noch öfter aufmerksam werden wird.

Erste Erfolge in 2004/2005 für US-Amerikaner
Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis erzielte Wade Bishop vom U.S. Skiteam, der am 2. September beim Super-G in La Parva, ebenfalls in Chile, teilnahm. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen musste Bishop sowieso zu einem Speed-Trainingscamp nach Chile reisen und entschied sich, bereits einige Wochen zuvor anzureisen, um seine Skier zu testen, nachdem er von Atomic zu Elan gewechselt war. Nach den ersten Kilometern auf den neuen 'Brettern' funktioniert offentsichtlich alles bestens: Bishop fuhr beim Super-G nur 0.03 Sekunden hinter dem Downhill Weltcup-Helden Kristian Ghdina aus Italien ins Ziel und sicherte sich somit einen fünften Platz.
Am 27. August 2004 war Bishops Teamkollege Justin Johnson beim Super-G im chilenischen Valle Nevado erfolgreich. Mit seinem dortigen Sieg unterstrich er sein Comeback vom Frühling.

Australien-Neuseeland-Cup in Whakappa
Vom 6. bis 9. September 2004 fanden in Neuseeland auch diverse Rennen des Australien-Neuseeland-Cup statt. Im neuseeländischen Whakappa traten überwiegend Athleten der Cupländer sowie auch Amerikaner und Koreaner an. Eine handvoll ehemaliger und gegenwärtiger NCAA-Fahrer wollte sich in dieser Serie technischer Rennen gegeneinander messen. Unter ihnen waren Patrick Biggs, Bradley Wall, Charlie Reed und Todd Ligare, der am 6. September beim Slalom zweiter wurde. Die Colby College Zwillinge Abbi und Jenny Lathrop, die den Eastern Carnival circuit in den letzten Jahren dominierten, belegten beim Slalom der Damen am 9. September die Plätze eins und zwei.

Weitere Informationen
- FIS -International Ski Federation
- Ski Racing New Zealand
- Ski Verband Chile