Die Österreicherin Marlies Schild holte sich im letzten Slalom-Rennen der Saison auf der G.A. Agnelli Piste den Sieg im Slalom. Sie gewann in der Gesamtzeit von 01:41.82 Min. vor der US-Fahrerin Sarah Schleper (01:42.03 Min.) und der Finnin Tanja Poutiainen, die 01:42.11 Min. für die beiden Durchgänge benötigte. Maria Riesch kam am Ende auf den vierten Platz, Monika Bergmann-Schuderer wurde fünfte.

Annemarie-Gerg und Martina Ertl nicht im Soll:
Wenig zufriedenstellend verlief der Slalom für Annemarie Gerg und Martina Ertl. Gerg lag nach dem 1. Durchgang noch gut im Rennen (Platz vier), verspielte dann aber im Finale alle Chancen und wurde schließlich 14. Martina Ertl kam überhaupt nicht mit den Bedingungen zurecht und landete abgeschlagen auf Rang 22.

Pärson holt Gesamt-Weltcup:
Die Schwedin Anja Pärson ist die beste Skifahrerin der Saison. Nach verhaltenem 1. Durchgang steigerte sich Pärson im Finale erheblich und ließ mit dem sechsten Platz ihrer einzigen Verfolgerin, Renate Götschl aus Österreich, keinerlei Chancen mehr im Kampf um die 'große Kristallkugel'. Vor dem letzten Rennen der Saison, dem Riesenslalom am Sonntag, führt die Schwedin uneinholbar mit 1461 Punkten vor Götschl, die im Slalom 'leer' ausging (1344) Punkte und Maria Riesch (977 Punkte), die nunmehr alle Chancen auf den dritten Platz in der Gesamtwertung hat.

Disziplinen-Weltcup schon längst bei Pärson:
Der Disziplinen-Weltcup ist schon seit dem Rennen am Arber entschieden gewesen. Anja Pärson lag zu diesem Zeitpunkt schon uneinholbar in Front. Spannend blieb es bis zum Schluss im Kampf um den zweiten Platz. Am Ende musste sich Monika Bergmann-Schmuderer hier knapp der Österreicherin Marlies Schild geschlagen geben. Der Endstand lautet Pärson (770 Punkte), Schild (447 Punkte), Bergmann-Schmuderer (437 Punkte).

Stimmen:
Anja Pärson: "Jetzt bin ich 20 Kilo leichter. Ich war so nervös. Im zweiten Lauf musste ich attackieren, dann kann man nicht über mögliche Fehler nachdenken. Das war besser für mich. Beim Riesenslalom will ich aber morgen mit einem guten Resultat die Saison beenden. Danach wird gefeiert."

Maria Riesch: "Ich war eigentlich nicht nervös. Mein Servicemann hat mir kurz vor dem Rennen noch die falsche Brille gebracht, aber dann kam doch noch die richtige Brille. Der Lauf war schwer, ein gutes Gefühl hatte ich eigentlich nicht. Ich hoffe, dass das Wetter beim Riesenslalom morgen besser wird. Bei den Herren ist es ja heute nicht so gut, denn im Riesenslalom sind die Geschwindigkeiten doch noch einmal anders."

Monika Bergmann-Schmuderer: "Ich bin da zu gierig auf die Stangen und fahre zu gerade darauf zu. Es regt mich tierisch auf, dass ich den zweiten Platz in der Disziplinenwertung verloren habe. Mit der Saison bin aber zufrieden."