Möge diese Piste niemals enden. Wenn einem dieser Gedanke durch den Kopf schießt, tut er das in der Regel in Begleitung zahlreicher Glückshormone. Leider enden die meisten Abfahrten dann doch ziemlich schnell. Aber es gibt Strecken, die das Gefühl vermitteln, sie würden tatsächlich niemals enden.

Die längsten Pisten der Welt zu ermitteln, ist gar nicht so einfach. Die Probleme fangen schon bei der Frage an, wer überhaupt startberechtigt ist. Hochalpine Tourenabfahrten, die nicht markiert sind und auch nicht präpariert werden? Wo aber dank der zum Startpunkt führenden Seilbahn so viele Skifahrer runterfahren, dass sich das Ding ziemlich rasch wie eine gewalzte Piste fährt? Und was ist mit Skiwegen, die durch ihr ewiges Zickzack zwar ordentlich Länge machen, die aber auf Kosten der Neigung geht, so dass Schwingen eigentlich tabu ist, weil man sonst sofort stehen bleibt? Was ist, wenn unterwegs ein Zwischenanstieg wartet, denn man gegebenenfalls sogar zu Fuß überwinden muss? Und überhaupt: Sollte nicht eher der Höhenunterschied zählen, als die schräge Länge? Schließlich ist eine zehn Kilometer lange Abfahrt mit 1200 Höhenmetern ja sicher viel langweiliger als eine neun Kilometer lange Piste mit 2000 Metern vertikaler Differenz, oder?

Aber wir wollen nicht zu wissenschaftlich werden, schließlich geht’s hier um Abenteuer. Daher haben wir vielleicht nicht die allerlängsten aber fünf wirklich sehr lange Abfahrten herausgesucht (und vermessen), die alle einen ganz unterschiedlichen Charakter haben und daher auch ganz unterschiedlichen Skifahrer-Typen dieses geniale Gefühl schier endlosen Gleitens bescheren können. Klickt euch durch unsere Story, auf dem Link unten rechts geht es los ...