Was macht einen Skitag außergewöhnlich? Da gibt es Aspekte, die kein Skiort wirklich im Griff hat, wie den besonders leichten Pulver, das perfekte Wetter, die Menschen mit denen man gemeinsam unterwegs ist, die eigene Tagesform. Ich habe Bruchharsch und Regen in Snowbird ebenso erlebt, wie Muskelkater im Champagne Powder und Whiteout in der Sierra Nevada, dem sonnigsten Skigebiet Europas.

Viele der Zutaten, für die die Resorts eine Menge Geld aufwenden, wie ultramoderne Lifte, gigantische Beschneiungsanlagen und gastronomische Wohlfühlwelten sind sehr angenehm. Aber dominieren Bergfahrten mit gewärmten Popo die Erinnerungen an unsere unvergesslichsten Momente im Schnee? Gibt es überhaupt Skigebiete, die das Versprechen, etwas Besonderes erleben zu können, halten können? Es gibt sie, aber weder durch Statistik noch durch Infrastruktur geben sie sich zu erkennen.

Einen Berg hoch- und wieder runterzufahren, kommt eigentlich überall fast auf das Gleiche raus. Dies außerhalb des gewöhnlichen Rahmens zu tun, in anderen als den alpinen Landschaftsformen und Kulturen, scheint jedoch einer der Garanten dafür zu sein, magische Momente erleben zu können, die Sehnsucht erzeugen, sobald sie vergangen sind. Das ist zumindest mein ganz persönliches Fazit nach Abfahrten in mehr als 400 Skigebieten zwischen Norwegen und Neuseeland. Einige dieser Orte habe ich in den ersten neun Folgen der Serie beschrieben. Hier kommen zum Abschluss fünf weitere Ziele, die unbedingt auf diese Liste gehören.