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Schneebericht: Noch immer starker Schneefall und Sperrungen, Entspannung ab Mittwoch

14. Januar 2019 | Skiinfo

Schneebericht: Noch immer starker Schneefall und Sperrungen, Entspannung ab Mittwoch- ©Skiinfo
Copyright: Skiinfo

Noch immer ist die Lawinenlage kritisch, der Schneefall in den Nordalpen noch nicht verebbt und die Skigebiete noch weit weg vom Normalbetrieb. Fast zwei Wochen hat es ohne längere Pausen von der Ostschweiz bis ins Mostviertel geschneit, manche Orte sind regelrecht im Schnee versunken. Am Montagmorgen mussten aufgrund der großen Lawinengefahr wieder vielbefahrene Straßen, wie zum Beispiel die Felbertauern- und die Fernpassstraße, gesperrt werden. Auch die B 197 Arlbergpassstraße und der B 198 Flexenpassstraße wurden vorübergehend geschlossen, die Orte Lech und Zürs sind somit seit Sonntag nicht erreichbar. Das Paznauntal ist ebenfalls betroffen, die Zufahrt zum Stubaier Gletscher ist heute ebenso zu wie die Hauptstraßen im Pitztal und im Kaunertal.

 

In Berchtesgaden traf eine Lawine eine Bundesstraße, in Balderschwang (wo am Sonntag 2000 Touristen festsaßen) wurde ein Hotel von einer Lawine erwischt - verletzt wurde bei beiden Vorfällen zum Glück niemand. Anders ging es leider in Lech Zürs aus: Eine Gruppe aus Oberschwaben hatte sich trotz hoher Lawinenwarnstufe auf die steile, gesperrte Abfahrt "Langer Zug" gewagt und war dabei von einer Lawine erfasst worden. Drei Männer wurden tot geborgen, ein vierter noch vermisst - die Chancen, ihn noch lebend zu finden, sind äußerst gering.

 

An dieser Stelle der Appell: Am Montagmorgen melden die Lawinenwarndienste der Schweiz und Vorarlbergs die höchste Lawinenwarnstufe 5, in Tirol und Salzburg gilt Stufe 4. Ausflüge in den freien Skiraum sind aktuell zu vermeiden und sehr gefährlich. "In allen betroffenen Gebieten wird von Schneesport abseits gesicherter Pisten abgeraten", so das Schweizer Institut für Lawinenforschung nach etwa 60cm Neuschnee am nördlichen Alpenhauptkamm seit Samstagabend.

 

Noch bis Dienstag dürften die Niederschläge anhalten, dann ist endlich eine Wetteränderung in Sicht. Mehr dazu lest ihr weiter unten in der Wettervorschau. Wo es wie viel geschneit hat, das verraten wir euch hier in unserem Schneebericht vom 14.01.2019.

 

Alle aktuellen Schneefälle und Schneeberichte findet ihr hier: Deutschland | Österreich | Schweiz | Frankreich | Italien

 

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Ein Blick in die Länder: Wie sind die Wintersportbedingungen?

 

Deutschland

 

Zu viel Schnee in Südbayern, zu viel Sturm im Rest des Landes, zudem eine große Lawinengefahr - Wintersportler haben es derzeit nicht gerade leicht in Deutschland. Es heißt: Geduldig und defensiv sein! Nach den massiven Schneefällen im Süden des Landes kamen am Sonntag recht milde, aber weiterhin sehr feuchte Luftmassen in Bayern an und sorgten für Regen bis auf etwa 1000m Höhe. Keine gute Nachrichten für einige Landkreise, wo sich der Schnee meterhoch auf den Dächern türmt und nun um ein vielfaches an Gewicht zugenommen hat. Einige Skigebiete in Deutschland mussten aufgrund des Sturms oder aufgrund der Schneemengen (z.B. Brauneck, Balderschwang, Sudelfeld) schließen. Aktuell ist der Riedbergpass wegen Windbruch mit Lawinengefahr und die Zufahrt nach Balderschwang über Österreich wegen Lawinenabgang gesperrt! Auch in Berchtesgaden, im Oberallgäu, Ostallgäu, Oberstdorf und weiteren Landkreisen sind Straßen gesperrt. Wer aktuell in diese Regionen anreisen möchte, sollte sich über den Zustand der Zufahrtsstraßen informieren.

Während es am Sonntag in den meisten Teilen des Landes kräftig regnete, meldete man von der Zugspitze am Montagmorgen 50cm Neuschnee. Auch am Wendelstein (24cm) und in den Skigebieten von Oberstdorf (20cm) schneite es, in den Mittelgebirgen hingegen kam vor allem in der Südhälfte des Landes einiges an Regen herunter. Starkes Tauwetter bestimmte am Sonntag die Lage in weiten Teilen von Deutschland, Anfang der Woche gehen die wieder Temperaturen leicht nach unten, bleiben aber meist in den Plusgraden.

Die größte Schneehöhe in Deutschland weisen aktuell die Zugspitze und das Skigebiet Hochfelln auf, hier liegen bis zu 400cm Schnee. Im Skigebiet Wendelstein meldet man aktuell 333cm Schneehöhe, und in Reit im Winkl und Ruhpolding liegen die Werte bei 300cm.

 

Österreich

 

Drama, Katastrophe, Schneechaos - die Medien in Österreich und Deutschland haben den vergangenen Tagen ziemlich zugespitzt über die Lage in den Alpen berichtet. Vor Ort hingegen geht man mit den riesigen Schneemengen eher entspannt um. Skiinfo war in den vergangenen Tagen im Brixental sowie in Kitzbühel-Kirchberg unterwegs - von Chaos keine Spur. Einheimische sprechen zwar schon von einem außergewöhnliches Schneeereignis, aber in Panik gerät man keineswegs. Wie auch, ist man doch die meiste Zeit des Tages in den letzten zwei Wochen mit der Schneeräumung beschäftigt gewesen.

Nach den letzten Schneefällen seit Samstagabend, die noch bis Dienstagabend anhalten sollen, ist die Gesamtlage aber weiterhin schwierig. Neben zahlreichen Straßensperrungen machen den Menschen vor allem die Schneemengen auf den Dächern zu schaffen. In einigen Teilen des Landes ist das österreichische Bundesheer im Einsatz, um bei der Räumung zu unterstützen. Skisportler müssen sich damit abfinden, dass große Teile von Skigebieten aus Sicherheitsgründen gesperrt sind. Die Lawinenlage wird sich wohl erst ab Mittwoch langsam entspannen, bis dahin sollte man vom Skifahren im Gelände absehen und auch danach sehr vorsichtig agieren. Bitte bleibt aktuell auf den gesicherten Pisten und informiert euch ausgiebig über die Lage in eurem Skigebiet.

Am Montagmorgen meldeten alle Skigebiete in den Nordalpen, die oberhalb von 1000m liegen, große Neuschneemengen. In Serfaus Fiss Ladis waren es über Nacht 80cm, in Lofer 70cm, meist meldeten die Skigebiete 30-40cm Neuschnee. Spitzenreiter bei den Schneehöhen in Österreich ist aktuell das Skigebiet Loser in der Steiermark, wo bis zu 490cm Schnee liegen. Das Skigebiet ist seit einigen Tagen allerdings gesperrt. Hinter St. Anton am Arlberg (480cm) haben auch Sölden (449cm) und der Dachstein Gletscher (410cm) eine Schneedecke von mehr als vier Metern.

Alle Schneeberichte aus Österreich findet ihr hier.

 

Schweiz


In der Schweiz hielt sich der Schneefall lange zurück, doch seit Anfang der vergangenen Woche können auch hier zahlreiche Skigebiete sich über teilweise reichlich Schnee freuen. Am meisten kam in den letzten sieben Tagen in der Ostschweiz zusammen. Richtig heftig schneit es nun seit Samstagabend: Am Montag meldete Arosa Lenzerheide 90cm Neuschnee, Bellwald 80cm, Scuol 50cm. Das SLF berichtet zum Wetter am Montag: "Mit starkem bis stürmischem Nordwest- bis Nordwind schneit es anhaltend sehr intensiv. Die Schneefallgrenze liegt zu Beginn im Norden und im Unterwallis auf 1200 bis 1400 m und sinkt in der zweiten Nachthälfte in tiefe Lagen. In Graubünden schneit es die ganze Zeit bis in tiefe Lagen. Ganz im Süden ist es mit Nordwind recht sonnig."

Die Lawinengefahr ist am Schweizer Alpenhauptkamm aktuell sehr groß! Die großen Neuschneemengen liegen auf einer instabilen Altschneeschicht, so dass man aktuell sehr vorsichtig sein sollte. "Mit dem Abklingen der Niederschläge (am Dienstag) entspannt sich die Situation. Die Aktivität von spontanen, trockenen Lawinen nimmt deutlich ab, nicht aber deren Grösse. Gleitschneelawinen sind weiterhin zu erwarten. Für Schneesport abseits gesicherter Pisten bleibt die Situation gefährlich. Ganz im Süden ändert die Lawinengefahr kaum."

Die größten Schneehöhen in der Schweiz melden derzeit Andermatt (600cm), Engelberg (470cm) und dem Lötschental (313cm), deren Werte in den letzten Tagen stark angestiegen sind.

 

Alle geöffneten Skigebiete in der Schweiz findet ihr hier.

 

 

Alle geöffneten Skigebiete (mit den aktuellen Schneehöhen und Schneefällen der letzten 24 Stunden im Überblick)

 

 

 
 

 

 

Wetter- und Schneeausblick: Ende der Schneefälle ist in Sicht

 

Gute Nachrichten für alle Touristen, Einheimischen und Schneesportler: Das Ende der zweiwöchigen Schneefallperiode in den Nordalpen ist in Sicht. Nachdem am Montag nochmal extrem viel Schnee fast im gesamten Alpenraum herunterkommt und die Schneefallgrenze dabei wieder absinkt (deutlich unter die 1000m vom Sonntag), klingen die Niederschläge am Dienstag von Westen her schnell ab und eine Schönwetterphase beginnt. Ab Dienstagmittag dann im Alpenraum verbreitet sonnig und mild, am längsten hält sich die Bewölkung am östlichen Alpenhauptkamm.

Am Mittwoch wird es dann richtig schön, mild und vor allem auch windarm in den Alpen - ein traumhafter Skitag! Aber Vorsicht: Die Lawinengefahr ist weiterhin nicht ohne, jedwede Ausflüge ins Gelände müssen gut geplant und durchdacht sein.

Am Donnerstag in den Ostalpen noch verbreitet sonnig, im Tagesverlauf ziehen in den Westalpen von Südwesten langsam dichte Wolken auf, die am Freitag für Niederschläge sorgen. Die Temperaturen sinken dabei wieder, die Nullgradgrenze schiebt sich zum Ende der Arbeitswoche wieder unter 800m Höhe. Mehr zum Wochenendwetter lest ihr hier an gleicher Stelle am Donnerstag!

Der beste Tag zum Skifahren diese Woche: Mittwoch!

Die aktuellen Schneevorhersagemengen im Detail findet ihr hier.

 

Schneevorhersage Windy.com

 

 

 

Temperaturvorhersage: Windy.com

 

 

 

Grafik: 1500m-Temperatur und Niederschlag, St. Anton am Arlberg

 

 

 

Grafik, Meteogramm Berchtesgaden (GER), GFS-Modell, 10-Tage-Vorschau

 

Temperaturkurve und Niederschläge

 

 

Grafik, Meteogramm Arosa (SUI), GFS-Modell, 10-Tage-Vorschau

 

Grafik, Meteogramm Scheffau am Wilden Kaiser (AUT), GFS-Modell, 10-Tage-Vorschau

 

 

 

Wetteronline in Lech, Bericht über das Lawinenunglück

 

 

Lawine trifft Hotel in Balderschwang

 

 

 

DWD - Unwetterwarnung 14.-15.1.2018

 

 

Wetter.com, 16-Tage-Trend

 

 

Wetter.net: Winter bald in tiefen Lagen!

 

Wetter.net: Nachlassender Schneefall in den Alpen

 

 

Eindrücke aus den Sozialen Netzwerken

 

Silvretta Montafon

 

Katschberg

 

Obertauern

 

Ischgl

 

Brauneck

 

SkiWelt Wilder Kaiser Brixental

 

In dieser Saison 2018/2019 wollen wir euch in jedem Schneebericht mit dieser schönen Infografik einen guten Überblick über die aktuelle Lage in den fünf großen Urlaubsländern (DE, AT, CH, FR, IT) geben:

 

 

Lawinenlage


Aktuelle SLF Lawinenwarnstufen Schweiz

 

Bayern: Lawinenwarndienst Bayern

Zum Lawinenlagebericht Bayern

ALL: Allgäuer Alpen
WFK: Werdenfelser Alpen

Tirol: Lawinenwarndienst Tirol

 

Vorarlberg: Lawinenwarndienst Vorarlberg

 

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