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Westwetterlage hält an: Wolken, Neuschnee und Sonne im Wechsel

17. Februar 2020 | Skiinfo

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Nach einem sehr milden und in den Alpen freundlichen Wochenende werfen wir im Schneebericht vom 17.02.2020 einen Blick auf die kommende Ski-Woche. Im Laufe des Montags kommt es nämlich zu einer Wetterumstellung, in der Nacht wird ein wenig Schnee fallen und die Temperaturen fallen wieder auf ein winterliches Niveau. Wie es dann weiter geht, lest ihr unten im Wetterausblick!

 

Rückblick: Traumhaftes Wochenende nach einer Woche mit Neuschnee

 

Noch am Anfang der Woche hatte Sturm Sabine in den Bergen Österreichs bis zu einen Meter Neuschnee gebracht, am Wochenende folgte dann viel Sonnenschein und sehr mildes Bergwetter. Die letzen Schneefälle verzeichnete man in der Nacht zum Donnerstag (14.2.) vor allem in Vorarlberg und Nordtirol, wo nochmals 10-30cm Neuschnee fielen. Insbesondere in den Hochlagen oberhalb von 1500 Metern herrschen sehr gute Skibedingungen fast im ganzen Land. Im Laufe des Montags kommt von Westen dichte Bewölkung, die sich im Laufe der Nacht ausbreitet und verbreitet Niederschlag bringt. Zudem wird es deutlich kühler, insbesondere am Dienstag und Mittwoch, und windig - mehr dazu weiter unten. Die größten Schneehöhen in Österreich (Stand 17.2.2020): Stubaier Gletscher (370cm), Sölden (368cm), Kaunertaler Gletscher (365cm), Pitztaler Gletscher (345cm), Mölltaler Gletscher (330cm).

 

In Deutschland zeigte sich Mitte der vergangenen Woche endlich einmal ein kleiner Hauch von Winter - der aber in den darauffolgenden Tagen schnell wieder dahin war. Während am Wochenende im Norden des Landes wieder Sturm zugange war (auf dem Brocken wurden am Sonntag Böen von bis zu 170 km/h gemessen), herrschten im Süden frühlingshafte Temperaturen: Im Westen (Mühlheim, Stuttgart) wurden zum Teil mehr als 20 Grad gemessen! Kein Wunder also, dass landesweit der gefallene Schnee der letzten Woche schnell wieder dahingeschmolzen ist. Im Sauerland mussten alle Skigebiete wieder schließen bis auf Winterberg (und in Altastenberg ist das Kinderland noch geöffnet), im Harz sind alle Skigebiete dicht, in Thüringen gibt es nur ein kleines Angebot in Steinach und Heubach und im Erzgebirge täte den Pisten am Fichtelberg etwas mehr Schnee und Kälte ebenfalls gut. Derzeit sind in Deutschland noch etwas mehr als 50 Skigebiete geöffnet. Die größten Schneehöhen in Deutschland (Stand 17.2.2020): Zugspitze (300cm), Garmisch Classic (175cm), Dammkar (160cm - derzeit endlich mal geöffnet!), Winklmoosalm (130cm).

 

Bis zu einem halben Meter Neuschnee meldete man vom Hauptkamm der Schweiz am vergangenen Freitagmorgen. Im Lötschental (59cm), Andermatt (50cm), Braunwald (55cm) oder Sörenberg (60cm) sowie in fast allen Skigebieten des Landes durfte man also am Wochenende tolle Bedingungen genießen. Auch die Lawinenlage hat sich etwas entspannt, derzeit gilt am Hauptkamm meist Lawinenwarnstufe 2 und eine mehrheitlich günstige Situation (Triebschneeansammlungen gilt es weiterhin zu meiden!). In der Nacht zum Dienstag ist etwas Neuschnee in der Schweiz vorhergesagt und es wird wieder deutlich kälter. Die größten Schneehöhen in der Schweiz: Andermatt (450cm), Saas-Fee (360cm), Lötschental (336cm), Verbier (280cm).

 

Alle aktuellen Schneefälle und Schneeberichte aus den Skigebieten findet ihr hier: Deutschland | Österreich | Schweiz | Frankreich | Italien

 

Alle geöffneten Skigebiete findet ihr hier aufgelistet: Deutschland | Österreich | Schweiz | Frankreich | Italien

 

Wetterausblick: Niederschlagsfronten ziehen in den Nächten zum Dienstag und Donnerstag durch

 

Das milde Wetter im Alpenraum ist am Dienstag kurzzeitig vorbei, denn mit einer Kaltluftfront beginnt es von Westen her schon am frühen Montagabend leicht zu schneien. Die Schneefallgrenze sinkt auf knapp 1000 Meter, in den West- und Nordstaulagen fällt am meisten Schnee, mehr als 10cm dürften es aber nicht sein.

 

Im Laufe des frühen Dienstags breiten sich die dichten Wolkenfelder nach Osten aus, so dass das Bergwetter am Dienstagmorgen in Vorarlberg, Tirol und nördlich des Hauptkamms bei lebhaftem Wind noch schlecht sein wird. Allerdings werden sich die Wolken wohl schnell verflüchtigen und das Wetter dann meist freundlich, aber deutlich kälter als zuletzt sein. Am Mittwoch bahnt sich schon die nächste Kaltfront ihren Weg gen Alpen und bringt von Westen neue Niederschläge, die aber abermals nicht besonders ergiebig sein werden. Am meisten Schnee darf man in den Berner und Glarner Alpen oder auch am Arlberg erwarten, doch auch hier werden es nicht mehr als 10-15cm Neuschnee sein. Ab Donnerstag wieder verbreitet freundlich und wärmer werdend, am Wochenende könnte es erneut stürmisch werden. Dazu lest ihr mehr hier an gleicher Stelle am Donnerstag!

 

Wann und wo in den kommenden Tagen Skifahren?

Grundsätzlich sind die südlichen Alpenregionen weiter wetterbegünstigt. Am Hauptkamm und in den nördlichen Skigebieten der Schweiz und Österreichs sowie in den Bayerischen Alpen wird es nach wenig Neuschnee am Dienstag im Laufe des Tages einer schöner Wintertag. Auch der Mittwoch wird zunächst schön, doch schon am Mittag dürften sich fast alle Regionen der Alpen unter einer Wolkenschicht wiederfinden, aus der es von Westen her zu schneien beginnt. Donnerstag wieder schön! Also: Dienstag top, Donnerstag top!

 

 

Wo wird es wie viel schneien? Hier kommt ihr zur
Skiinfo 3-Tages-Schneevorhersage für die Skigebiete in Europa

 

 

3-Tage-Schneevorhersage von Windy.com, ECMWF-Wettermodell

 

 

Windy.com: Wolkenradar

 

Meteogramm (GFS-Modell): Tegernsee (GER) | Zell am See (AUT) | Lenk (SUI) [Quelle: www.wetterzentrale]

Meteogramm Tegernsee

Meteogramm Zell am See

Meteogramm Lenk

 

Aktuelle Wettervideos

 

 

 

 

Alle geöffneten Skigebiete mit den aktuellen Schneehöhen (in der Desktop-Ansicht seht ihr auch die Schneefälle der letzten 24 Std.):

 

 
 

 

 

 

 

 

Bilder & Videos

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Grafik

 

In dieser Saison 2019/2020 wollen wir euch in jedem Schneebericht mit dieser schönen Infografik einen guten Überblick über die aktuelle Lage in den fünf großen Urlaubsländern (DE, AT, CH, FR, IT) geben. Die Grafik wird jede Woche am Donnerstag aktualisiert.

 

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