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Winterlich geht es weiter: Bis zu ein Meter Neuschnee gefallen und es bleibt sehr wechselhaft

28. Februar 2020 | Skiinfo

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Am gestrigen Donnerstag hielt uns leider bis zum Abend ein technisches Problem davon ab, unseren Schnee- und Wetterbericht zu veröffentlichen. So muss also der Freitag herhalten, um euch einen Überblick über die schneereiche und stürmische Woche zu geben!

 

Letztes Wochenende waren es noch bis zu 10 Grad in 2000m Höhe, diese Woche wurde gebibbert und gefroren. Mit dem Durchzug eines kräftigen Tiefausläufers hat sich am Dienstag und Mittwoch der Winter in den Alpen und auch in Deutschland zurückgemeldet. In den Westalpen kam richtig viel Neuschnee bis zum Freitagmorgen zusammen, während in den Ostalpen das Wetter am Mittwoch, für viele überraschend, doch freundlicher blieb als erwartet. In der Nacht zum Donnerstag hat es dann auch in Österreichs Bergen bis zu 30cm Neuschnee gegeben. Mehr als nur ein paar vereinzelte Schneeflocken fielen auch im Sauerland, im Thüringer Wald oder in Hessen - nach einem bisher gelinde gesagt katastrophalen Winter konnten hier zumindest wieder einige Skigebiete für den Skibetrieb öffnen. Am Donnerstag zog dann das schwere Sturmtief "Bianca" über den Süden Deutschlands und den nördlichen Alpenrand - und hinterließ nochmal bis zu 30cm Neuschnee.

 

Wir werfen in unserem Schneebericht vom 28. Februar 2020 einen Blick auf die vergangenen Tage und das Wetter zum Monatswechsel. Wird es nochmal schneien? Kommt die Sonne raus?

 

Rückblick: Viel Schneefall im Wallis, auch Deutschland in weiten Teilen weiß

 

Schauen wir zunächst nach Österreich: Am Dienstagnachmittag zogen die ersten dicken Wolken von Nordwesten ins Land und brachten schon zum Mittwoch in den Skigebieten Schneefälle bis zu 20cm. Der Mittwoch verlief dann, entgegen der allgemeinen Vorhersage, in weiten Teilen recht freundlich - eigentlich war eher trübes Wetter angesagt worden, auch von uns. Aber lieber von gutem Wetter überrascht werden als von schlechtem. Gegen Nachmittag wurde es dann aber meist doch stark bewölkt und über Nacht fiel in den nördlichen Regionen erneut Schnee. Und es wurde winterlich kalt, am Donnerstag meldete man von den Gletschern Temperaturen bis -20 Grad und auch in den Tallagen stieg das Thermometer im Tagesverlauf kaum über den Gefrierpunkt. Auch der Freitag bleibt noch knackig frisch, zum Wochenende wird es aber wieder etwas milder - dazu mehr unten im Wetterausblick. In der Nacht zum Freitag zog dann schon die nächste Niederschlagsfront gen Österreich und sie brachte nochmals bis zu 40cm Neuschnee im Kleinwalsertal und Nauders, 30cm im Zillertal, Sölden und in Obertauern, 25cm in Ischgl, Flachau, Fügen, dem Stubaier Gletscher oder auch im Pongau. Die größten Schneehöhen in Österreich (Stand 28.2.2020): Kaunertaler Gletscher (380cm), Stubaier Gletscher (370cm), Dachstein Gletcher (370cm), Sölden (368cm), St. Anton am Arlberg (345cm).

 

Jubelstürme bei allen Winterfans in Deutschland: Frau Holle kann es doch noch! Am meisten Schnee fiel in den letzten drei Tagen natürlich wieder in den Bayerischen Alpen, vor allem im Allgäu. Am Freitagmorgen, nachdem Donnerstag ein schweres Sturmtief den Süden Deutschlands überquerte, meldete man zum Beispiel aus Immenstadt 30cm Neuschnee, ebenso aus Oberstdorf, die Skigebiete von Bolsterlang oder der Zugspitze kamen auf über 20cm Schnee. Nachdem es in dieser Woche schon mehrmals geschneit hatte, ist es auch in den Mittelgebirgen richtig winterlich - zumindest für ein paar Tage. So fiel im Sauerland bis Freitagmorgen bis zu 20cm Schnee, im Schwarzwald und im Bayerischen Wald teilweise sogar etwas mehr, in der Rhön bis zu 15cm und im Thüringer Wald bis zu 24cm zum Beispiel in Oberhof. Auch im Harz wurde es weiß, hier meldete man aus den hohen Lagen aber "nur" etwa 10cm Neuschnee. Ab Freitag können einige Skigebiete wieder, zum Beispiel die Lifte von Muggenbrunn, Seebach und Todtnauberg im Schwarzwald oder auch das Skigebiet von Willingen, wo über das Wochenende fast alle Liftanlagen in Betrieb sind, nachdem noch vor ein paar Tagen überhaupt kein Skibetrieb angeboten werden konnte. Die größten Schneehöhen in Deutschland (Stand 28.2.2020): Zugspitze (320cm), Garmisch Classic (165cm), Dammkar (160cm), Winklmoosalm (115cm).

 

Am meisten Schnee brachten die mehreren Niederschlagsfronten und der massive Kaltluftvorstoß von Westen in dieser Woche  wieder einmal in der Schweiz (und in Frankreich). Im Wallis (Belalp, Lötschental, Ovronnaz) schneite es über einen Meter oben drauf. Auch in den Hochlagen der Nordostschweiz wurden 50-70cm frischer Schnee innerhalb von 72 Stunden gemessen. Achtung: Die Lawinengefahr ist verbreitet erheblich, der Neuschnee wurde aufgrund des Windes stark verfrachtet. Vor allem am Freitag und Samstag, wenn das Wetter wieder schöner wird, ist große Vorsicht geboten! Die größten Schneehöhen in der Schweiz (Stand 28.2.2020): Andermatt (450cm), Lötschental (402cm), Saas-Fee (400cm), Engelberg (345cm).

 

Alle aktuellen Schneefälle und Schneeberichte aus den Skigebieten findet ihr hier: Deutschland | Österreich | Schweiz | Frankreich | Italien

 

Alle geöffneten Skigebiete findet ihr hier aufgelistet: Deutschland | Österreich | Schweiz | Frankreich | Italien

 

Wetterausblick für die Alpen und Mittelgebirge: Neue Niederschläge ab Samstag

 

Alpen: Eisig kalt ist es derzeit im Gebirge, auf 3000 Meter Höhe wurden am Donnerstagmorgen Temperaturen um -20 Grad gemessen. Und auch der Freitag startet frostig, mit einer Warmfront wird es ab Samstag aber zunächst wieder deutlich milder. Während am Freitag winterlich kaltes und klares Bergwetter ansteht (nur ganz im Osten der Alpen halten sich noch längere Zeit Wolken), dreht der Wind am Samstag auf Südwest, bringt neue feuchte Luftmassen in die Westalpen und viel Wind auf den Bergen. Ab Samstagmittag dichte Wolken in den Westalpen, die bei einer Schneefallgrenze von ca. 2000 Meter (nachts niedriger) bis Sonntag Niederschläge bringen. In den Ostalpen am Samstag langsame Wetterverschlechterung aber meist trocken. Hohe Bewölkung macht die Sicht oft diffus, dazu lebhafter Wind von Süden und mild. Bis Sonntagmittag auch in den Ostalpen, dieses Mal vor allem im Süden, leichte Niederschläge. Insgesamt eine stark wechselhafte Großwetterlage, die immer wieder dichte Bewölkung von Westen in den Alpenraum treibt. Das bleibt auch Anfang der Woche so, schon am Montag stehen weitere, teils ergiebige Schneefälle an.

 

Deutschlands Mittelgebirge: Der Sturm ist vorbei, viele Skigebiete in der Südhälfte Deutschlands können vorübergehend für ein paar Tage die Pforten öffnen. Vorübergehend, weil die Temperaturen rasch wieder ansteigen. Am Samstag überquert eine Warmfront das Land, neue Sturmböen sind vorhergesagt - es wird eher ungemütlich und nass. Auch danach bleibt es bei einer Westwetterlage, die mal eher von Südwest, mal von Nordwest ständig neue Feuchtluft mitbringt.

 

Wann und wo in den kommenden Tagen in den Alpen Skifahren?

Freitag ist ein toller Tag zum Skifahren, vor allem in den Westalpen. Danach wird es schon schwierig, gute Vorhersagen zu treffen. Samstag wird es in den Ostalpen meist trocken und mild, dafür sehr windig. In den Westalpen zieht schon gegen Mittag neue Bewölkung auf, die am Sonntag auch zumindest morgens noch in den Ostalpen das Wetter beeinflussen wird. Insgesamt sollte man am Wochenende in den Bergen auf alles vorbereitet sein: Wind, Sonne, Schneefall, teilweise Regen - der Wetter-Mix hat alles dabei!

 

 

Wo wird es wie viel schneien? Hier kommt ihr zur
Skiinfo 3-Tages-Schneevorhersage für die Skigebiete in Europa

 

 

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Alle geöffneten Skigebiete mit den aktuellen Schneehöhen (in der Desktop-Ansicht seht ihr auch die Schneefälle der letzten 24 Std.):

 

 
 

 

 

 

 

 

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Grafik

 

In dieser Saison 2019/2020 wollen wir euch in jedem Schneebericht mit dieser schönen Infografik einen guten Überblick über die aktuelle Lage in den fünf großen Urlaubsländern (DE, AT, CH, FR, IT) geben. Die Grafik wird jede Woche am Donnerstag aktualisiert.

 

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