Frost, Schneematsch oder kompakter Schnee, Eisflecken auf der Fahrbahn ... im Winter ändern sich die Verkehrsbedingungen ständig und das Autofahren muss sich anpassen. Genauso wie euer Fahrzeug, das so ausgestattet sein sollte, dass es euch sicher durch den Winter bringt. Zur Erinnerung: Im Winter wird das Risiko eines Unfalls mit 5 auf nassen Straßen und mit 10 auf verschneiten oder vereisten Straßen multipliziert!

Warum es im Winter so wichtig ist, das Fahrzeug mit Schnee- oder Winterreifen auszustatten, klären wir hier durch die Beantwortung von zehn wichtigen Fragen rund um das Thema.

 

Was ist ein Winterreifen?


Winterreifen unterscheiden sich im Profil und in der Gummimischung von Sommerreifen. Die Gummimischung von Winterreifen ist weicher und daher auch bei geringen Temperaturen elastischer als der härtere Sommerreifen. Das Profil von Winterreifen zeichnet sich durch spezielle Lamellen, Blöcken und Einschnitte aus. Die Lamellen bestehen aus vielen kleinen Profilschnitten, die sich mit dem Schnee und Eis der Straße verzahnen und so die Straßenhaftung im Winter gewährleisten.

Zu erkennen ist ein Winterreifen am Alpin-Symbol mit drei Bergspitzen und Schneeflocke auf der Seitenwand.

⛷ Finden Sie die Reifen, die am besten zu Ihnen passenFinden Sie die Reifen, die am besten zu Ihnen passen

 

Warum sollte ich mein Fahrzeug mit Winterreifen ausrüsten?


Um sicheres Fahrverhalten unter wechselhaften Winterwetterbedingungen bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius auf eisigen, nassen, schneematschigen, trockenen und verschneiten Straßen zu gewährleisten, sind Winterreifen nötig.  

Winterreifen werden speziell für Verhältnisse auf winterlichen Straßen konzipiert: die weichere Gummimischung bleibt auch bei niedrigen Temperaturen elastisch genug, um die Haftung und Kraftübertragung des Fahrzeugs auf die Straße zu gewährleisten. Das tiefere Profil mit seinen Lamellen trägt zusätzlich dazu bei, dass der Reifen sich besser mit der winterlichen Straße verzahnen kann als ein Sommerreifen.

Übrigens: In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt die situative Winterreifenpflicht. Es gibt keine generelle Verpflichtung für Winterreifen, allerdings gilt in Detuschland ein Benutzungsverbot für Sommerreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen, in Österreich müssen PKW sowie LKW bis 3,5 t zwischen 1. November und 15. April bei tatsächlich winterlichen Straßenverhältnissen mit Winterreifen (Mindestprofiltiefe 4 mm) oder Schneeketten ausgerüstet sein, in der Schweiz können Geldbußen verhängt werden, wenn es wegen ungeeigneter Bereifung zu Verkehrsbehinderungen oder -unfällen kommt.

 

Gibt es unterschiedliche Arten von Winterreifen?


Man unterscheidet laufrichtungsgebundene Winterreifen für kleine, mittlere und größere Fahrzeuge und asymmetrische, nicht-laufrichtungsgebundene Hochgeschwindigkeitswinterreifen für stärker motorisierte, sportliche Fahrzeuge.

Für die milderen Verhältnisse in Mitteleuropa werden darüber hinaus andere Winterreifen hergestellt als für winterliche Verhältnisse in Nordeuropa.

In einigen Ländern Europas gibt es als Alternative zu den bekannten Haftreifen auch Spikereifen, welche für Fahrten auf eisbedeckten und verschneiten Fahrbahnen geeignet sind. Die sogenannten Spikes sind als Hartmetall- oder Stahlstifte in das Reifenprofil eingearbeitet und werden über die Lauffläche des Reifens verteilt. In Deutschland sind Spikereifen jedoch ganzjährig verboten, in Österreich und der Schweiz sind Spikereifen nur in den Wintermonaten zu einem fest definierten Zeitraum erlaubt. 

⛷ Finden Sie die Reifen, die am besten zu Ihnen passen
winterreifen personenkraftwagen    suv 4x4 winterreifen   winterreifen van-reifen

   

Welcher Reifen ist die richtige Wahl?


Wenn ihr im Winter bei wechselhaften Bedingungen auch auf Eis und Schnee sicher unterwegs sein wollt, dann ist der laufrichtungsgebundene Nokian WR D4  die richtige Wahl, unabhängig vom Antrieb und von der Fahrzeuggröße. Für längere Autobahnfahrten mit höheren Geschwindigkeiten empfiehlt Nokian den WR A4, der auch mit dem Geschwindigkeitsindex W bis 270 km/ h angeboten wird.

Für SUV bietet Nokian den WR SUV 3 mit Aramid-verstärkten Seitenwänden an. Das Gummimaterial der Seitenwand enthält extrem haltbare Aramid-Stapelfasern und ist außergewöhnlich widerstandsfähig gegen Verschleiß und Schnitte. Das Material ist aus der Flugzeug- und Rüstungsindustrie bekannt. Die Aramid-Fasern machen die Seitenwand hochfest, so dass sie Stößen und Druck auf das Felgenhorn besser standhalten.

 

Winterreifen und/oder Schneeketten?


Schneeketten können in hochalpinen Gegenden lokal vorgeschrieben sein, auch für Fahrzeuge mit Winterreifen und für Fahrzeuge mit Allradantrieb. Bei der Auswahl der Größe sollte berücksichtigt werden, dass noch ausreichend Raum für eine Schneekette vorhanden ist. Die Empfehlungen der Fahrzeughersteller bezüglich der Reifenkombinationen mit Schneekettennutzung sind zu beachten.

 

Welche Vorteile haben Winterreifen im Vergleich zu Schneeketten?


Schneeketten dürfen nur bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 50 km/h genutzt werden und die Montage erfordert Übung. Sehr gute Winterreifen machen die Nutzung von Schneeketten überflüssig. In Finnland, im Land der Erfinder der Winterreifen, verzichtet man fast komplett auf Schneeketten.

 

Sind Winterreifen wirklich effektiv?


Winterreifen sind für die Nutzung bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius optimiert – je kälter die Temperaturen, desto besser. Am besten funktionieren Winterreifen bis zur empfohlenen Mindestprofiltiefe von vier Millimetern. Schneeketten dürfen nur bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 50 km/h genutzt werden und die Montage erfordert Übung. Sehr gute Winterreifen machen die Nutzung von Schneeketten überflüssig.

 

In welchem Zeitraum ist die Nutzung von Winterreifen sinnvoll?


Die Regel von Oktober bis Ostern ist einfach und gut zu merken, wobei die tatsächlichen Wetterbedingungen entscheidend sind. Bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius sind Winterreifen unter allen Bedingungen die beste Wahl. Für den ganzjährigen Gebrauch gibt es auch Winterreifen wie den Nokian Weatherproof, die als Kompromiss sowohl im Winter als auch im Sommer funktionieren.

 

Vorurteile und Missverständnisse über Winterreifen


„Winterreifen sind lauter als Sommerreifen“
Aufschluss über das Vorbeifahrgeräusch geben die Angaben auf dem EU Reifenlabel. Häufig sind Winterreifen sogar leiser, da sie über eine weichere Laufflächenmischung verfügen. Damit sich die Reifen gleichmäßig abnutzen und das leise Abrollgeräusch über die gesamte Lebensdauer behalten, empfiehlt Nokian eine monatliche Reifenluftdruckkontrolle, die Anpassung des Reifenluftdruckes an den Beladungszustand des Fahrzeuges, sowie den achsweisen Wechsel von der Vorder- auf die Hinterachse und umgekehrt alle 5.000 bis 8.000 km.

„Winterreifen sind härter und unkomfortabler als Sommerreifen“
Winterreifen verfügen allgemein über eine weichere Laufflächenmischung als Sommerreifen und haben keine Komfortnachteile.

„Ganzjahres- und Allwetterreifen sind genauso gut wie Winterreifen“
Bei wechselhaften Winterwetterbedingungen sind Winterreifen den Ganzjahresreifen in jeder Hinsicht überlegen. Je kälter und winterlicher die Verhältnisse, desto größer sind die spürbaren Unterschiede.

„Alte Winterreifen kann man im Sommer abfahren“
Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt in Deutschland für Sommer- und Winterreifen 1,6 mm. Winterreifen haben im Sommer einen höheren Verschleiß und längere Nass- und Trockenbremswege. Außerdem ist das Fahrverhalten unbestimmter, da die Winterreifen für kalte Temperaturen entwickelt wurden, die Lenkbewegungen verzögern sich. Wir empfehlen Winterreifen bei vier Millimetern Restprofiltiefe zu erneuern und Sommerreifen bei drei Millimetern Restprofiltiefe.