Beim Sturm am Mittwoch stürzten im Skigebiet Pizol auf die Seile einer Gondelbahn gleich zwei Bäume. Prekär: Nach Schließung der Anlage waren noch nicht alle Gäste wieder im Tal angekommen, so dass 25 Menschen aus der betroffenen Gondel evakuiert werden mussten. In einer Medienerklärung vom Donnerstag nehmen die Pizobahnen Stellung zum Vorfall:

"Am 3. Januar kam es am Pizol zu einem Ereignis. Auf Grund der Sturmwarnung war der obere Teil des Skigebietes ab ca. 1800m.ü.M. geschlossen. Der nicht so exponierte Teil der Anlagen auf der Seite Wangs und Bad Ragaz waren geöffnet. Die Windverhältnisse über den gesamten Vormittag liessen einen sicheren Betrieb dieser Anlagen innerhalb der zulässigen Grenzwert zu.

Der Mittag brachte zunehmende Winde weshalb entschieden wurde, sämtliche Anlagen zu schliessen. Es wurde sofort begonnen, das Skigebiet zu entleeren und zum Schluss auch die Gondeln der beiden Zubringerbahnen vom Seil zu nehmen.

Innert weniger Minuten nahmen die Windböen stark zu. Dadurch brachen zwei Bäume auf der Seite Bad Ragaz und ein Baum auf der Seite Wangs. Diese trafen die Seile der 8er-Gondelbahnen jeweils im unteren Teilstück, sodass die Anlagen ausser Betrieb gesetzt wurden. Nach dem eine schnelle Entfernung der Bäume nicht möglich war wurde von Seiten der Betriebsleitung die Evakuierung der Anlagen in die Wege geleitet.

Das bestens eingespielte Team der Pizolbahnen und weitere Rettungskräfte des Alpinkaders, der Rega und Forstgruppen haben die notwendigen Massnahmen eingeleitet. Die 25 betroffenen aber unverletzten Gäste in den Gondeln, wurden schnellstmöglich ins Tal gebracht. Herausfordernd war dabei die Topografie der Anlagen, welche anspruchsvoll ist, um die Rettungskräfte an Ort und Stelle zu bringen.

Der Einsatz konnte mit dem Transport der verbleibenden Gäste aus den Gastronomiebetrieben und deren Mitarbeitenden gegen 18 Uhr mit den angeforderten Helikoptern abgeschlossen werden.

Heute, den 4. Januar bleiben die Anlagen am Pizol geschlossen um die Strecke und den Waldbestand zu kontrollieren. Das Gebiet wurde heute Vormittag mit Helikoptern abgeflogen, um sich einen Überblick über die Situation in den umliegenden Wäldern zu verschaffen. Dabei wurden auch Fachleute aus dem Forstbereich mit einbezogen. Es wurden keine weiteren Problemstellen festgestellt, was auf einen räumlich eingeschränkten Windwurf hindeutet.

Ab 5. Januar wieder Normalbetrieb

Nach dem auch die Bahntechnik der betroffenen Anlagen überprüft wurde und keine nennenswerte Schäden zu tage kamen, steht der Aufnahme des Bahnbetriebes ab Freitag 5. Januar nichts entgegen. Die Kosten für die Bergung und die Freimachung der Strecke sind mehrheitlich durch Versicherungen gedeckt."

 

Ein Bild von den umgestürzten Bäumen findet ihr hier: http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/panorama/baeume-stuerzen-auf-tragseile-von-bergbahn;art46441,1174855