Die letzten Februartage haben in den Skigebieten zahlreiche schwere Unfälle und mehrere Todesopfer gefordert.

 

Mann in Sölden verliert die Kontrolle und verunglückt tödlich

Am Sonntagnachmittag (25. Februar) kam es in Sölden zu einem tödlichen Unfall. Ein 50-jähriger Skifahrer aus den Niederlanden hatte am Rettenbachferner an einer Geländekuppe die Kontrolle verloren und war gegen eine hölzerne Pistenmarkierung gefahren, wie die örtliche Polizei berichtet. Beim Sturz, der auf der Abfahrt von der Bergstation Schwarzschneidebahn passierte, verlor der Mann Helm und Ski, wurde stark ausgehoben und mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Schneekuppe geschleudert. Trotz sofortiger Maßnahmen und Reanimationsversuchen durch Ersthelfer und Notarzt verstarb der Familienvater noch an der Unfallstelle.

 

Jugendlicher stürzt auch Sessellift

Am Montagnachmittag stürzte ein 17-Jähriger aus Seis im Skigebiet Seiseralm vom Sessellift "Goldknopf". Der junge Mann saß im Sessellift, der wegen starken Windes zum Unfallzeitpunkt stillstand, und zog sich beim 7m-Sturz schwere Verletzungen zu. Das Team eines ohnehin wegen eines anderen Einsatzes gegenwärtigen Rettungshubschraubers übernahm die Erstversorgung und konnte den Einheimischen stabilisieren. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ermittelt nun die Polizei.

 

Schweizer stirbt nach Unfall in Grindelwald

Bereits am vergangenen Samstag kam es im Skigebiet Grindelwald-Wengen im Bereich Fallboden/Kleine Scheidegg zu einem tödlichen Unfall. Ein 58-jähriger Skifahrer touchierte eine Skifahrerin, kam zu Fall und rutschte gegen einen Befestigungspfosten am Pistenrand. Trotz sofortigem Notrufs konnten die herbeigerufenen Helfer den Tod des Mannes nicht verhindert. Der Schweizer wurde mit einem Helikopter des Air-Glaciers ins Krankenhaus transportiert, wo er seinen Verletungen erlag. Die Kantonspolizei Bern hat umfassende Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen und wird den Unfallort nun genau analysieren.

 

Mysteriöser Skiunfall am Sudelfeld

 

Am Samstag kam es im Skigebiet Sudelfeld (GER) zu einem Skiunfall, bei dem ein 25-Jähriger schwer verletzt wurde. Die Polizei Kiefersfelden berichtete, dass der Mann, der zugleich Teilnehmer und Organisator eines Skirennens war, gegen Mittag durch den Kurs an der Waldkopfabfahrt fuhr und aus ungeklärter Ursache von der Piste abkam. Möglicherweise wurde der Mann bewusstlos und geriet deshalb links von der Piste ab. Er krachte gegen einen Zaun der Rennstrecke, konnte aber mit einem Hubschrauber ins Unfallklinikum Murnau transportiert werden. Der 25-Jährige erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, sein Zustand sei aber stabil, berichtet die Zeitung Merkur.

 

Drei Lawinentote in der Schweiz

 

Gleich drei schwere Lawinenunfälle mit Todesfolge gab es am Wochenende in der Schweiz: Am Samstag kam in Lauenen bei Gstaad ein Mann in eine Lawine und wurde schwer verletzt worden. Wie das SRF berichtet, verstarb er kurze Zeit später im Spital. Ein zweiter Bergsteiger konnte sich selbst aus der Lawine befreien. Bei einem Tourenunfall bei Arolla im Wallis am Col de la Tsa wurde am Samstag eine 40-jährige Skitourengängerin aus dem Wallis getötet. Die Frau wurde zusammen mit drei weiteren Personen auf über 3500 Meter Höhe von einer Lawine erfasst und verschüttet. Während drei Personen mit Verletzungen davonkamen, verstarb die Frau später im Hospital. Eine dritte Lawine forderte bei Château d'Oex ein Leben: Eine 55-jährige Tourengeherin und ihr 61-jähriger Begleiter wurden von einem Schneebrett mitgerissen. Die Frau erlitt beim Sturz über felsiges Gelände tödliche Verletzungen, der Mann überlebte und wurde ins Inselspital nach Bern ausgeflogen.