Der Traum vieler ist es, endlich sein eigener Chef zu sein. Das bedeutet, dass alle Gewinne auf das eigene Konto gehen. Es heißt aber auch, Verantwortung zu übernehmen. Denn, ob das Unterfangen letztendlich ein Erfolg wird, liegt einzig und allein an der Person des Unternehmers und, wie er die Dinge angeht. Dass nicht immer alles so klappt, wie geplant, ist normal. Selbstständigkeit ist in der Regel mit einem Mehraufwand an Arbeit und Zeit verbunden.

 

Eigenverantwortung als selbstständiger Skilehrer

 

Als selbstständiger Skilehrer gibt es keinen Chef mehr, keinen Vorgesetzten, der genau vorschreibt, was zu tun ist. Doch neben der eigentlichen Arbeit des Unterrichtens, muss der Selbstständige auch Bücher führen, sich um die Kalkulation seiner Preise kümmern, seinen Zeitplan koordinieren und dem Finanzamt Rechenschaft ablegen. Es ist neben dem Kerngeschäft noch eine ganze Menge an Papierkram zu erledigen. Es ist wichtig, den Überblick zu behalten. Wer nicht die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt, ist beispielsweise in regelmäßigen Abständen dazu verpflichtet, die Umsatzsteuer-Voranmeldung abzugeben. Auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums ist die Kleinunternehmerregelung genau erklärt. Dazu ist eine ordentliche Buchhaltung notwendig mit Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder einer Bilanz mit Jahresabschluss.

 

Für den ungeliebten Papierkram gibt es mehrere Möglichkeiten

 

Selbstständige Unternehmer können ihre Bücher von einem Steuerberater führen lassen und alle Unterlagen und Geschäftsbücher in ein Steuerbüro geben. Das spart unglaublich viel Zeit, hat jedoch zwei Nachteile: Es kostet jeden Monat Geld und den Überblick über die Geschäftszahlen gibt es nur einmal im Jahr.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, alles akkurat abzuheften und von Hand beispielsweise in eine Excel-Tabelle einzugeben. Das ist zeitaufwendig und nervenaufreibend. Abgesehen davon, dass diese Methode nicht 100 Prozent sicher ist, ist sie vor allem nicht mehr ausreichend. Diese Methode entspricht nicht den „Grundsätzen zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD)“ .

Die dritte Möglichkeit ist die Abwicklung der vollständigen Buchhaltung mithilfe einer speziellen Software. Diese Software unterstützt Unternehmen dabei, die Herausforderungen der Buchhaltung auch ohne Steuerberater selbstständig zu meistern und der Buchführungspflicht pünktlich und ordnungsgemäß nachzukommen. Was dabei noch alles wichtig und zu beachten ist, ist im Ratgeber Buchhaltungssoftware von Lexware zusammengefasst.

 

Die Wahl der Rechtsform

 

Selbstständige Skilehrer können alleine ein Unternehmen gründen oder zusammen mit einem oder mehreren Partnern starten. Dabei besteht die Möglichkeit, dass der Unternehmer mit all seinem Hab und Gut für sein Unternehmen einsteht. Er kann die Haftung auch auf das Betriebsvermögen beschränken. Das ist abhängig von der Rechtsform, die der Selbstständige wählt. Von der Rechtsform ist ebenfalls abhängig, wie die Bücher zu führen sind und welche Abschlussarbeiten der Selbstständige im Rahmen seiner Buchhaltung erledigen muss.

 

Welche Steuern sind zu entrichten?

 

Eine der Pflichten eines selbstständigen Skilehrers ist die unangenehme Aufgabe, Steuern abzuführen.

Die Umsatzsteuer

Unternehmen, die von der Kleinunternehmerregelung Gebrauch machen, müsse nur einmal pro Jahr ihre Umsatzsteuererklärung abgeben. Da das Unternehmen von der Umsatzsteuerzahlung befreit ist, darf der Unternehmer weder Umsatzsteuer auf den Rechnungen ausweisen, noch darf er Vorsteuer für gezahlte Umsatzsteuer für betriebliche Anschaffungen geltend machen. Anhand der Umsatzsteuerjahreserklärung prüft das Finanzamt lediglich, ob der Status Kleinunternehmer auch im darauffolgenden Jahr noch gültig ist. Wer nicht der Kleinunternehmerregelung unterliegt, muss monatlich oder – in Absprache mit dem Finanzamt – alle drei Monate eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben und die zu zahlende Umsatzsteuer abführen.

Die Gewerbesteuer

Wer einen sogenannten freien Beruf ausübt, muss kein Gewerbe anmelden und keine Gewerbesteuer zahlen. In Paragraf 18 des Einkommensteuergesetzes ist das genauer geregelt. Im Zweifel entscheidet das Finanzamt über den Status freier Beruf. Wer gewerbesteuerpflichtig ist, bekommt den Steuerbescheid von der Gemeinde, bei der der Unternehmenssitz ist. Einzelunternehmen oder Personengesellschaften zahlen erst beim Überschreiten eines Freibetrags von 24.500 Euro Gewerbesteuer. Dennoch ist die Abgabe der Gewerbesteuererklärung Pflicht.

Die Einkommensteuer

Alle Selbstständigen sind zur Zahlung der Einkommensteuer verpflichtet und müssen eine Einkommensteuererklärung abgeben. Die Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung besteht selbst dann, wenn das Unternehmen Verluste erwirtschaftet hat. Von Unternehmen, die ihre Steuererklärungen nicht rechtzeitig abgeben, kann das Finanzamt Säumniszuschläge und Mahngebühren verlangen. Spätestens für den Jahresabschluss und die Einkommensteuererklärung kann es hilfreich sein, einen Steuerberater zurate zu ziehen. Dieser kennt die Steuergesetzgebung sehr genau und weiß, wo es Möglichkeiten gibt, Steuern zu sparen. Zum Thema Einnahmen-Überschuss-Rechnung für den Jahresabschluss gibt es von Lexoffice eine umfangreiche Seite mit häufigen Fragen.

 

Ein paar Steuertipps für alle selbstständigen Skilehrer

 

Wer Scherereien mit den Finanzbehörden vermeiden möchte, sollte seine Steuererklärungen immer fristgerecht abgeben. Dabei sind die Formulare gewissenhaft auszufüllen

  • Belege sammeln, mit Datum versehen und ablegen.
  • Umsatzsteuervoranmeldungen pünktlich erstellen und Zahlungen pünktlich leisten. Das gilt auch für Einkommensteuervorauszahlungen.
  • Den Jahresabschluss eventuell mit Steuerberater erledigen, da er alle Vorteile ausschöpfen kann.
  • Eine Buchhaltungssoftware ist ein gutes Hilfsmittel, um den Überblick über die Unternehmenszahlen im Blick zu behalten und Geld zu sparen.
  • Insbesondere, wenn sich das Unternehmen eher der Verlustzone nähert als der Gewinnzone, sollte ein Steuerbüro im Hintergrund verfügbar sein.

 

Wichtige Versicherungen

 

Als Arbeitnehmer macht sich niemand Gedanken um die Kranken-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung. Selbstständige müssen sich um diese Dinge selbst kümmern.

Persönliche Versicherungen

Es gibt ein paar Versicherungen, die für Selbstständige wichtig sind:

  • Krankenversicherung
  • Krankenhaustagegeld-Versicherung
  • Private Unfallversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Arbeitslosenversicherung für Selbstständige
  • Rentenversicherung und private Altersvorsorge
  • Lebensversicherung

 

Betriebliche Versicherungen

Alle Berufstätigen können eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen. Diese Versicherung tritt auch bei selbstständigen Skilehrern in Kraft, wenn durch die selbstständige Tätigkeit ein Dritter zu Schaden kommt. Dafür gibt es eine Skilehrer-Haftpflichtversicherung.

Speziell für Selbstständige gibt es noch weitere wichtige Versicherungen:

  • Betriebshaftpflichtversicherung
  • Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
  • Rechtschutzversicherung

Als Unternehmer ist es beim Thema Versicherungen wichtig, wie sich die Selbstständigkeit auf die Versicherung auswirken kann. Je nachdem, wie die Versicherung die Selbstständigkeit beurteilt oder einstuft, kann es zu unvorhergesehenen Nachzahlungen kommen, die das Budget stark belasten können.

Ausführliche Informationen, welche Versicherungen für Selbstständige wichtig und sinnvoll sind, hat die IHK Berlin in einem PDF zusammengestellt.