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Grünes Licht für Riesenprojekt in Grindelwald: 400 Millionen Franken für die neue V-Bahn

4. Juni 2018 | Skiinfo

Skigebiete in diesem Artikel: Grindelwald - Wengen

Grünes Licht für Riesenprojekt in Grindelwald: 400 Millionen Franken für die neue V-Bahn- ©https://www.jungfrau.ch

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Der Weg ist frei für eines der größten Seilbahnprojekte in der Geschichte Europas. Nachdem in den vergangenen Monaten zahlreiche Einsprüche gegen das sogenannnte V-Projekt in Grindelwald beseitigt werden konnten, hat nun auch das Schweizer Bundesamt für Verkehr (BAV) grünes Licht für den Start der Baumaßnahmen gegeben. Allerdings ist die Bewilligung mit massiven Auflagen zum Schutz von Umwelt und Landschaft verbunden.

 

Die Gondelbahn Grindelwald-Männlichen und die Jungfraubahnen planen, eine V-Bahn zu bauen, die sowohl den Eigergletscher wie auch den Männlichen erschließt. Ab einem gemeinsamen Terminal in Grindelwald Grund soll ab der Wintersaison 2019/2020 eine 3S-Bahn zum Eigergletscher und eine Zehnergondelbahn zum Männlichen führen.

V-Bahn Infografik  - © https://www.jungfrau.ch

V-Bahn Infografik

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Das 400 Millionen Franken teure V-Bahn-Projekt war in der Region lange umstritten, vor allem wegen der Linienführung, die am Fuße der Eigernordwand vorbeiführen soll. Nun steht dem Start des Baus, sollten keine Einsprüche mehr getätigt werden, aber nichts mehr im Weg. Gegen den Entscheid des BAV steht der Rechtsweg an das Bundesverwaltungsgericht offen. Allerdings haben die Umweltorganisationen "in Aussicht gestellt, unter den von ihnen formulierten Bedingungen auf eine Beschwerde gegen die Plangenehmigung des BAV zu verzichten."

 

Der offizielle Spatenstich erfolgt, nachdem der Beschwerdeverzicht der Umweltorganisationen vorliegt. Im Anschluss beginnen umgehend die Arbeiten in Grindelwald Grund sowie am Eigergletscher. Höchste Priorität gilt dem Bau der neuen Gondelbahn Grindelwald-Männlichen. Die Bahn ist bis und mit Wintersaison 2018/2019 unverändert in Betrieb. Während des Sommers 2019 bleibt sie geschlossen, um pünktlich im Dezember 2019 mit der neuen 10er-Gondelbahn ab dem Terminal Grund in die Wintersaison 2019/2020 zu starten. Ebenfalls im Dezember 2019 erfolgt der direkte Anschluss an den öV mit der Inbetriebnahme der neuen BOB-Station Rothenegg. Die Wengernalpbahn ab Grindelwald zur Kleinen Scheidegg verkehrt während der gesamten Bauzeit gemäß Fahrplan. Der Eigerexpress wird im Dezember 2020 zusammen mit allen Bestandteilen des Terminals sowie dem Parkhaus eröffnet.

 

Durch die neue Station Rothenegg bei der BOB erhält die V-Bahn einen Anschluss an den öffentlichen Verkehr. Die Reisezeiten zum Jungfraujoch und ins Skigebiet sollen um 47 Minuten deutlich verkürzt werden. Die V-Bahn soll somit mittel- und langfristig die erfolgreiche touristische Zukunft der gesamten Jungfrau Region als top Ganzjahres-Destination im Schweizer Tourismus sichern. Gleichzeitig stärkt sie die Konkurrenzfähigkeit des Jungfraujochs als weltweit bekannten Leuchtturm und verhilft der Wintersportdestination Grindewald-Wengen zu einer Spitzenposition im internationalen Wettbewerb.

 

 

Kapazität- und Zeitgewinn

Vorteile Erschließung Eigergletscher mit 3S-Bahn: Kapazität- und Zeitgewinn

 

 heuteEigerexpressVeränderung
Stundenkapazität Sommer (Joch) 888 Pers./h 1’160 Pers./h  
Stundenkapazität Winter (K.S. / Egl.)
Seite Grindelwald
Seite Lauterbrunnen
1’900 Pers./h
960 Pers./h
940 Pers./h
3’480 Pers./h
2’720 Pers./h
760 Pers./h
 
Fahrzeit ab Grund zum Jungfraujoch 1h27' 45'  42' weniger
Fahrzeit ab Lauterbrunnen zum Jungfraujoch 1h45' 1h30'  15' weniger
Fahrzeit Interlaken Ost - Jungfraujoch 2h17' 1h30'  47' weniger
Fahrzeit Bern – Jungfraujoch 3h18' 2h31'  47' weniger
Fahrzeit Bern – Eigergletscher (Winter) 2h36' 1h49'  47' weniger
Fahrzeit Bern –  Männlichen 2h16' 1h53'  23' weniger
Gäste Jungfraujoch p.a. 800’000 900’000  
Kapazitätsgrenze Jungfraujoch pro Tag 5’000 5’000

 

 

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Die 8 Elemente des V-Bahn-Projekts

 

1: BOB und Station Rothenegg

  • Beschaffung von 6 Triebzügen und 3 Niederflurtriebwagen, Inbetriebnahme 2017
  • Halbstundentakt während dem ganzen Jahr
  • Neunteilige Komposition nach Grindelwald mit Erhöhung der Kapazität von 682 auf 912 Personen pro Stunde
  • Sechsteilige Komposition nach Lauterbrunnen
  • Verkehrsverlagerung auf die Schiene
  • Neue Station Rothenegg erhöht die Attraktivität der Schiene überproportional durch eine direkte Anbindung des Terminals an den öV
  • Perronlänge 140 m, Breite 4 m überdacht
  • Direkter und gedeckter Zugang zum Terminal Grund mit den Stationen GGM und Eiger-Express 

 

2: Terminal Grindelwald Grund

  • Neue Haltestelle der BOB mit direktem Zugang zum Terminal Grund (Talstation von GGM + Eiger-Express)
  • Sichert Anbindung der V-Bahn an den öffentlichen Verkehr
  • Diverse Shops, Sportgeschäft
  • Bar, Food Corner, Kiosk
  • Materialservice, Einstellmöglichkeiten für Skimaterial mit 2200 Skidepots
  • Neue Geschäfte schaffen neue Arbeitsplätze
  • Parkhaus mit rund 1000 Plätzen
  • begrünte Dachflächen
 

3: Parkhaus Grindelwald Grund

  • rund 1000 Plätze
  • 2 Untergeschosse, Zufahrtsgeschoss und 2 Obergeschosse
  • Direkter, gedeckter Zugang zum Terminal
 

4: Ersatz Gondelbahn Grindelwald – Männlichen

  • Moderne 10er-Gondelbahn
  • Reduktion der Fahrzeit von heute 30 auf 19 Minuten
  • Verdoppelung der Förderleistung von 900 Personen/h auf 1800 Personen/h
  • 109 Gondeln und 33 Stützen
  • Konzessionsablauf der heutigen Bahn im Jahr 2016
  • Gemeinsamer Terminal (Talstation) mit dem Eiger-Express, Grindelwald Grund
  • öV-Anschluss an die BOB Haltestelle Rothenegg
  • Streckenlänge: 6100 m, Höhendifferenz: 1288 m
  • Bergstation: 2225 Meter über Meer
 

5: Eiger-Express: 3S-Bahn Grund – Eiger – Gletscher

  • Neue 3S-Bahn von Grund nach Eigergletscher
  • Fahrzeit 15 Minuten mit attraktiver Passage vor der Eigernordwand – Förderleistung 2400 Personen/h
  • 44 Gondeln und 7 Stützen, 28 Sitzplätze pro Gondel
  • Gemeinsamer Terminal (Talstation) mit der Gondelbahn Männlichen
  • Bergstation mit Anschluss an die Jungfraubahn und Skipisten
  • öV-Anschluss an die BOB Haltestelle Rothenegg
  • Streckenlänge: 6483 m, Höhendifferenz: 1386 m
  • Bergstation: 2328 Meter über Meer
 

6: Rollmaterialerneuerung «Wengernalpbahn Plus»

  • 6 neue Panoramazüge auf der Strecke Lauterbrunnen – Kleine Scheidegg, seit Juni 2015 in Betrieb
  • Neues Rollmaterialkonzept, Ausmusterung altes Rollmaterial
  • 3 Züge Grindelwaldseite mit 300 Personen/h Förderleistung
  • 4 Züge Wengenseite mit 760 Personen/h Förderleistung
  • Halbstundentakt auf beiden Linien
  • Wengen-Shuttle
 

7: Rollmaterialerneuerung «Jungfraubahn Premium»

  • 4 neue dreiteilige Niederflurtriebwagen, in Betrieb seit August 2016
  • Ausmusterung altes Rollmaterial
  • Erhöhung der Kapazität zur Qualitätssteigerung auf 1180 Personen/h (Jungfraujoch an)
  • 2 Züge pendeln im 60 Minuten-Umlauf (Eigergletscher – Jungfraujoch)
  • 3 Züge pendeln im 90 Minuten-Umlauf (Kleine Scheidegg – Jungfraujoch)
  • Fahrzeitreduktion: ab Lauterbrunnen 30 Min, ab Grindelwald mehr als 1 h
  • Längerer Aufenthalt auf dem Jungfraujoch und optimale Gästeverteilung
 

8: Grindelwald-First

  • Neuer Busterminal Firstbahn in Grindelwald Grund
  • Direkte Busverbindung: Grund – Firstbahn
  • Attraktive Skigebietsverbindung
  • Qualitätssteigerung für Feriengäste
 
Mehr Infos zum Projekt: https://www.jungfrau.ch/v-bahn

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