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Aprés-Ski ohne Reue: So habt ihr am nächsten Tag keinen Kater

11. Februar 2019 | Skiinfo

Aprés-Ski ohne Reue: So habt ihr am nächsten Tag keinen Kater- ©Saalbach Hinterglemm
Copyright: Saalbach Hinterglemm

Der ein oder andere freut sich auf die zweite Hälfte der Skisaison ganz besonders: Die Skitage werden länger, das Wetter wärmer, die Sonne scheint öfter. Und so macht auch das Après-Ski deutlich mehr Spaß. Gemütlich auf der Sonnenterrasse sitzen oder vor dem Pilz stehen, das ist bei -10 Grad und Schneefall eher nicht das Nonplusultra. Bier und Schnaps schmecken nach dem Skifahren doch deutlich besser, wenn man dabei nicht vor Kälte bibbert. Damit man nach einem fröhlichen Après-Ski-Trip aber auch am nächsten Tag noch fit die Hänge herunterwedeln kann, sollte man ein paar Tipps beachten.

An dieser Stelle der Hinweis: Alkoholkonsum kann süchtig und krank machen. Wir sind grundsätzlich gegen übermäßigen Alkoholkonsum und raten allen, Alkohol nur in Maßen und nicht regelmäßig zu sich zu nehmen. Skifahren unter Alkoholeinfluss ist ohnehin tabu, ihr gefährdet euch selbst und andere Skifahrer, wenn ihr betrunken Ski fahrt.

Solltet ihr dennoch mal bei einem gemütlichen Après-Ski in die Versuchung kommen und das ein oder andere Getränk zuviel zu euch nehmen, klären wir hier auf, wie ihr einen Kater am einfachsten vermeiden könnt.

 

Vor dem Alkoholkonsum fettreiche (aber gesunde Spei)sen essen

 

Wenn ihr schon mal auf leeren Magen einen zuviel getrunken habt, dürftet ihr es wissen: Vor dem Trinken sollte man lieber etwas essen. Am besten sind fettreiche Speisen, denn die Fettmoleküle werden im Dünndarm aufgespalten und binden später den Alkohol. So kommt er nicht ungebunden ins Blut und löst nicht so schnell den Alkoholrausch aus. Eine Gleichung sollte euch aber bewusst sein: Viel fettreiches Essen + kalorienreiche Alkoholgetränke = nicht gut für die Strandfigur! Hinzu kommt noch, dass Alkohol den Fettabbau im Körper bremst, weil dieser zunächst den Alkohol abbaut, bevor das Fett angegangen wird. Übrigens: Es gibt auch "gesunde" Fette, das sind die ungesättigte Fettsäuren. Ihr findet sie vor allem in Fleisch, Fisch, Getreide, Nüssen, Kartoffeln, Olivenöl oder auch in Avocados. Es muss also nicht unbedingt die Schweinshaxe mit Pommes sein, ein Salat mit Walnüssen, Olivenöl-Dressing und Avocado-Häppchen, dazu ein gedünstetes Stück Fisch - das tut es auch!

 

Möglichst keine zuckerhaltigen Getränke trinken

 

Zuckerhaltige Getränke gibt es auf Skihütten ohne Ende, sei es Glühwein, Kakao mit Rum, Wodka Energy oder Sekt. Problem: Durch den hohen Zuckergehalt entstehen schnell Magenschmerzen und Übelkeit. Die Funktion der Magenschleimhaut wird zudem gehemmt, der Alkohol kommt schneller ins Blut. Zudem gibt es Studien, die besagen: Je mehr Inhaltsstoffe und Aromen ein Alkoholgetränk hat, desto mehr Energie benötigt der Körper, um diese wieder abzubauen. Daher: Lieber Bier statt Rotwein, lieber Wodka als fassgelagerten Whiskey! Und auch auf das wilde Durcheinandertrinken lieber verzichten, denn der Körper ist mit Abbau der Stoffe dann umso intensiver beschäftigt.

 

Zu jedem Glas Alkohol ein Glas Wasser

 

Diese Weisheit hat schon den ein oder anderen Trunkenbold vor einem Kater bewahrt. Denn sehr leicht neigt man dazu, beim Alkoholkonsum zu dehydrieren. Das liegt daran, dass der Alkohol die Ausschüttung des Hormons Vasopressin hemmt, welches wiederum für die Nierenaktivität wichtig ist. Die Niere "vergisst" nach dem Alkoholkosum quasi, Wasser für den Körper zu gewinnen, Getränke wandern mehr oder weniger ungehindert und unverarbeitet als Urin in die Blase. Das erklärt nicht nur den häufigen Gang auf die Toilette, wenn man betrunken ist, sondern auch die Katerscheinungen am nächsten Morgen: Kopfschmerzen und Austrocknung. Um dem entgegenzuwirken, lohnt es sich definitiv, zu jedem Glas Alkohol ein Glas Wasser zu bestellen - der Körper wird es euch danken! Und noch ein Tipp: Ihr kommt von der Piste und habt viel Durst? Dann startet das Après-Ski am besten erstmal mit einem halben Liter Wasser oder Apfelsaftschorle und löscht den ersten Durst nicht mit Alkohol.

 

Langsam trinken


Klingt blöd, ist aber so: Wer langsam trinkt, trinkt weniger, wird nicht so berauscht und muss sich dementsprechend am nächsten Tag auch nicht mit einem Kater herumschlagen.

 

Magnesium

 

Magnesiummangel gilt als eine der Hauptursachen für Kopfschmerzen. Und zugleich ist es bei sehr vielen Stoffwechselprozessen involviert. Und da Alkoholkonsum zu einer vielzahl von Stoffwechselprozessen führt, zum Beispiel in Niere und Leber, sorgt der verstärkte Verbrauch oftmals damit einhergehend zu Magnesiummangel. Allerdings: Eine rasche Wirkung von Magnesiumpräparaten sollte man eher nicht erhoffen, da nur wenig des verfügbaren Magnesium im Blut gespeichert ist - das meiste wird in den Knochen bewahrt. Besser ist es, langfristig für eine ausreichende Magnesiumversorgung zu sorgen und somit den Körper für eine Phase, in der er viel Magnesium benötigt, vorzubereiten.

 

Katerfrühstück

 

Am Morgen nach dem "Trinkgelage" schnell auf die Piste? Das geht nur mit dem richtigen Frühstück. Empfehlenswert: Den Flüssigkeits- und Elektrolyteverlust (den ihr hoffentlich in Grenzen halten konntet) wieder ausgleichen! Das geht mit viel Wasser, herzhaften Speisen (Rührei, eingelegte Anti-Pasti, Käse, etc.), man sollte aber auch nicht auf Obst, Saft, ein Bircher-Müsli oder gesundes Brot und insgesamt auf ein vollwertiges Frühstück verzichten. Dann sollte man fit genug sein, um den Skitag zu beginnen!

 

Vitamine

 

Vitaminmangel tritt wie auch Magnesiummangel nicht plötzlich auf, sondern eher bei Menschen, die regelmäßig und häufig Alkohol konsumieren. Dann kann die Aufnahme, Speicherung und Anwendung von Vitaminen negativ beeinflusst sein. Vor allem die B-Vitamingruppe ist betroffen. Ein Mangel von Vitalstoffen wie Biotin und Thimian können bei Alkoholkranken vorkommen und schwere gesundheitliche, vor allem psychische Probleme verursachen. Also wichtig: Wer häufig und viel Alkohol trinkt (wovon allerdings abzuraten ist), der sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen achten.

 

Geheimtipp: Kurkuma-Getränk

 

In Japan schwört man auf ein Getränk namens Ukon, dass die Katerstimmung am nächsten Morgen vertreiben soll. Kleine Dosen (ca. 100ml) werden an Kiosken verkauft, sie soll man vor dem Trinken zu sich nehmen und schon hat der Kater keine Chance. Wissenschaftlich 100%ig belegt ist es zwar nicht, dass der Hauptinhaltsstoff Kurkuma (kennt man hierzulande als Gelbwurzel und gelbes, curry-artiges Gewürz) den Kater besiegt, allerdings soll er die Leberfunktion anregen, somit Alkohol schneller abbauen, zudem die Aufnahme von Alkohol leicht hemmen. Kurkuma scheint ein Alleskönner zu sein, wie ihr hier nachlesen könnt. Dort findet ihr auch Rezepte für die sogenannte "Goldene Milch", ein Kurkuma-Getränk mit weiteren gesunden Zutaten wie Ingwer. Ein Glas davon vor dem Après-Ski kann auf jeden Fall nicht schaden!

 

Duschen, frische Luft, Kreislauf in Schwung bringen

 

Ist der Kopf noch so schwer, wer es am Morgen danach schafft, sich aufzuraffen und zu duschen und danach einen kurzen Morgenspaziergang zu unternehmen, der dürfte sich des Katers schnell erledigen. So wird der Kreislauf angekurbelt, die frische Luft und Winterkälte hilft gegen die Kopfschmerzen und der Körper kommt langsam auf Touren.

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