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Die größten Skigebiete der Schweiz: Die Top 10 mit den meisten Pistenkilometern

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Copyright: David Birri

Welches sind die größten Skigebiete in der Schweiz? Skiinfo listet hier die Top 10 der Skigebiete in der Schweiz mit den meisten Pistenkilometern und Liftanlagen! (Stand der Daten: 2019)

Berücksichtigt werden hier nur zusammenhängende Skigebiete oder Skigebiete, die zum selben Ort zählen (wie z.B. Davos-Klosters). Skiregionen, wie zum Beispiel Engadin St. Moritz, die aus mehreren einzelnen Skigebieten bestehen (im Fall Engadin St. Moritz: Corvatsch, Corviglia, Diavolezza-Lagalb, Zuoz) und vor allem aus Marketinggründen gemeinsam vermarktet werden, haben wir in dieser Auflistung nicht aufgeführt bzw. uns hier auf das größte, einzelne Skigebiet beschränkt. Da mehrere der größten Skigebiete grenzüberschreitend sind (Italien, Frankreich, Österreich), haben wir bei diesen Skigebieten vorausgesetzt, dass sie von Schweizer Boden aus zugänglich sind und ohne Rücktransfer per Bus oder anderen Vehikeln auch über Schweizer Terrain verlassen werden können.

Die Daten beruhen auf Angaben der Skigebiete, es wurde durch unsere Redaktion nicht eigens nachgemessen.

 

Die größten Skigebiete in der Schweiz - Top 10

 

Portes du Soleil (Wallis) [Champèry, Morgins, etc.]

 

Mehr als 600km Piste, 286 Abfahrten, fast 200 Liftanlagen, 30 Snowparks, Boardercrosses und Funslopes – Les Portes du Soleil kann sich mit Fug und Recht als größtes Skigebiet der Schweiz bezeichnen. Doch nicht nur das: Es ist gleichzeitig auch das größte Skigebiet Frankreichs (denn das Skigebiet verläuft über die Landesgrenze hinweg), das größte Skigebiet Europas und sogar das größte Skigebiet der Welt! 12 Stationen bieten einen Einstieg in die Portes du Soleil, darunter bekannte Skiorte wie Champèry (SUI), Morgins (SUI), LEs Gets (FRA) oder Avoriaz (FRA). Trotz der eher geringen Höhe, es geht nämlich „nur“ bis auf maximal 2466m hinauf, ist die Skiregion äußerst schneesicher: Insbesondere der französische Teil liegt regelmäßig in einer Staulage und bekommt jeden Winter überdurchschnittlich viel Schneefall ab, aber auch in den Schweizer Skiorten geizt Frau Holle selten mit Schnee. Und wenn doch, kann man mit mehr als 1300 Beschneiungsgeräten nachhelfen. Und dass bei etwa 650 Pistenkilometern für jeden Skifahrer und Snowboarder etwas dabei ist, ist selbstverständlich.

Pistenkilometer: 650

Liftanlagen: 196

 

 

4 Vallès (Wallis) [Verbier, Nendaz, Veysonnaz, Thyon 2000]

 

Vier Täler, sechs Orte, das zweitgrößte Skigebiet der Schweiz und eine weltbekannte Destination. Verbier, Veysonnaz, Nendaz, Thyon, La Tzoumaz und Bruson sorgen mit insgesamt 412 Pistenkilometern für Skispaß ohne Ende. Die Orte sind dabei durchaus unterschiedlich: Verbier ist seit vielen Jahren Hotspot für Freerider, zahlungskräftiges Publikum aus alles Ländern der Welt tummelt sich nach dem Skifahren in den zahlreichen Bars. In La Tzoumaz hingegen geht es eher ruhig, familiär und naturbelassen zu. Am bekanntesten ist und bleibt aber natürlich Verbier mit seinen Pisten und Freeride-Abfahrten am Fuße des 3330 Meter hohen Mont Fort. Ein oft gehörtes Manko: Die Liftflotte des zweitgrößten Skigebietes der Welt zählt nicht zu den modernsten – hier ist durchaus Investitions- und Nachholbedarf vorhanden.

Pistenkilometer: 412

Liftanlagen: 80

 

 

 

Zermatt (Wallis) [inkl. Cervinia-Breuil/Valtournenche]

 

Anders sieht das in Zermatt aus: Hier darf man mit Fug und Recht behaupten, die notwendigen Erneuerungen stets angegangen zu sein. In den letzten zwei Jahrzehnten hat man fast 500 Millionen Franken in die Infrastruktur des Skigebietes investiert! Das Geld sitzt allerdings auch locker, denn Zermatt freut sich Jahr für Jahr über einen Besucherrekord, obwohl die Preise von Hotel, Transport, Gastronomie und Lebenshaltung selbst für Schweizer Verhältnisse sehr hoch sind. Warum so viele Menschen nach Zermatt strömen? Das haben wir hier beantwortet, können aber nochmal zusammenfassen: Matterhorn, Matterhorn, Matterhorn! Der markante Berg ist wohl einer der bekanntesten und formschönsten der Welt, zumindest von der Zermatter Seite aus. Aber auch sonst bietet Zermatt jede Menge: Ein abwechslungsreiches Skigebiet, dass mit den Pisten auf italienischer Seite 360 Pistenkilometer bietet, ein mondänes, aber dennoch angenehmes Flair im Ort, kulinarische Highlights am Berg und im Tal, viel Tradition und Geschichte und nicht zuletzt die 2018 eröffnete 3S-Gondel zur höchsten Bergstation Europas, dem Klein Matterhorn auf 3883m Höhe. Allein für die Fahrt hier hinauf lohnt sich ein Skiurlaub in Zermatt!

Pistenkilometer: 360

Liftanlagen: 52

 

 

 

Davos & Klosters (Graubünden)

 

Davos und Klosters sind über das Skigebiet Parsenn verbunden und bilden das größte Skigebiet der Schweiz außerhalb des Wallis. Sechs Skigebiete zählen zur Skiregion: Schatzalp, Parsenn, Jakobshorn, Madrisa, Pischa und Rinerhorn. Das Gros der Skifahrer tummelt sich in Parsenn, Freestyler und Jugendliche finden am Jakobshorn ihr Terrain und einen bekannten Snowpark, abseits vom Rummel gilt das Rinerhorn als „Geheimtipp“. Übrigens: Die Standseilbahn von Davos aufs Joch im Skigebiet Parsenn wurde bereits vor über 80 Jahren gebaut, schon so lange wird hier modern Ski gefahren. Ihr wollt mehr über das Skigebiet Davos-Klosters erfahren? Klickt euch doch einfach in unseren Artikel „Sieben gute Gründe für einen Besuch in Davos Klosters“!

Pistenkilometer: 300

Liftanlagen: 54

Bilder & Videos

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Samnaun (Graubünden) [inkl. Ischgl]

 

Samnaun liegt auf der Schweizer Seite des weltbekannten Skigebiets Ischgl-Samnaun. Zwar liegt der kleinere Teil des Skigebietes auf Schweizer Boden, dennoch schafft es das zollfreie Samnaun auf Rang 5 unserer Auflistung, da alle Pisten von hier aus erreichbar sind. Hinauf geht es mit der doppelstöckigen Pendelbahn oder der Luftseilbahn, am Alp Trida Sattel startet man ins Skierlebnis. Zum Skigebiet muss man eigentlich wenig sagen, es zählt zu den beliebtesten der Alpen. Das liegt nicht nur an den Partyhotspots in Ischgl, sondern auch an der Schneesicherheit von November bis Ende April, den anspruchsvollen und abwechslungsreichen Pisten, den Freeride-Möglichkeiten und der hochmodernen Liftflotte. Die Infrastruktur ist beeindruckend und wenn ihr es etwas ruhiger mögt, dann seid ihr in Samnaun, wo man günstig shoppen gehen kann, richtig aufgehoben!

Pistenkilometer: 238

Liftanlagen: 45

 

 

Arosa Lenzerheide (Graubünden)

 

Arosa und Lenzerheide schlossen sich zur Saison 2013/2014 mit dem Bau der Verbindungsbahn zwischen Hörnligrat und dem Urdenfürggli zu einem gemeinsamen Skigebiet zusammen. Nun ist man mit 225 Pistenkilometern das sechsgrößte Gebiet der Schweiz. Arosa liegt auf über 1700m Höhe zwischen Obersee und Untersee, an Weisshorn, Hörnli und Brüggerhorn finden sich vor allem rote und blau Pisten. Über die Verbindungsbahn geht es in Richtung Lenzerheide, wo sich mehrere Pisten zu den Orten Parpan, Valbella und Lenzerheide hinunterschlängeln. Auf der anderen Seite des Tals geht es weiter mit dem Skispaß. Das Parpaner Rothorn und das Arosa Weisshorn gehören übrigens zu den bekanntesten Schweizer Freeride-Bergen.

Pistenkilometer: 225

Liftanlagen: 43

 

 

Flims Laax Falera (Graubünden)

 

Drei Orte für ein Hallelujah: Nur knapp hinter Arosa Lenzerheide reiht sich Flims Laax Falera, ebenfalls im Osten des Landes gelegen, in unserer Rangliste ein. Das Skigebiet ist ein Hotspot für Freestyler, die mit der Riesenhalfpipe am Crap Sogn, mehreren Snowparks und der Freestyle Academy zahlreiche Top-Angebote vorfinden. Doch auch für „normale“ Skifahrer hat das Skigebiet am Vorab-Gletscher unglaublich viel zu bieten. Die richtig steilen und anspruchsvollen Hänge fehlen zwar, dafür hat man tolle Aussichten (zum Beispiel vom La Siala auf 2810m), lange Talabfahrten und eine extrem moderne Infrastruktur zu bieten. Parken im hochmodernen Parkhaus, Skitickets per App bestellen und mit QR-Code am Automaten ziehen – in  Laax geht man mit der Zeit. Übrigens: 70 % der Pisten liegen zwischen 2000 und 3000 Meter Höhe!  

Pistenkilometer: 224

Liftanlagen: 28

 

 

Skiregion Adelboden - Lenk (Berner Oberland)

 

Adelboden und Lenk liegen im Berner Oberland und sind als Skiregion (zusammen mit den kleineren, angeschlossen Gebieten) eine der größte der Schweiz. Adelboden kommt jedes Jahr in den Genuss eines der spektakulärsten Weltcup-Rennen der Saison, am Chuenisbärgli hoffen die Technikspezialisten auf zwei perfekte Läufe, um im Ziel vor tausenden Zuschauern als Sieger auf das Podest steigen zu dürfen. Skifahren in Adelboden und Lenk kann man in allen Facetten, vom Anfänger bis Experten ist für jeden was dabei. Ein Highlight ist für Freestyler der Gran Masta Park auf dem Hahnenmoos, Adelboden selbst besticht durch eine tolle Lage am Ende des Tals in einer wunderschönen Arena, eingekesselt von zahlreichen 3000ern des Berner Oberlandes. Auch kulinarisch wird hier einiges geboten, wer möchte kann auf der Engstligenalp sogar Fondue im Iglu genießen – was es nicht alles gibt.

Pistenkilometer: 210

Liftanlagen: 70

 

 

Gstaad (Berner Oberland)

 

Die Winterdestination Gstaad bietet mit 200 Pistenkilometern rund um Gstaad, Rougemont, Schönried, Saanen, Saanenmöser, Zweisimmen und St. Stephan ein sehr großes Skigebiet, das eher mit Entschleunigung, Atmosphäre und Kulinarik überzeugt denn mit modernen Liftanlagen. Hier kriecht noch der ein oder andere 2er- und 3er-Sessellift den Berg hinauf, 6er- und 8er-Sessel hat Gstaad gar nicht im Angebot. Doch Ski-Genießer dürfte das nicht stören. Die Skiarenen am Rinderberg, Lengebrand, Saanerslochgrat, Hornberg und Horneggli bieten genügend Freiraum und Pisten, um den Tag ausgiebig zu nutzen. Für entspannte Skifahrer empfiehlt sich das Gebiet Eggli-La Videmanette. Wer hoch hinaus will, wählt den Glacier 3000, der oft die größten Schneehöhen im Berner Oberland aufweist. Den Tiger Run, die legendäre steilste Piste, gibt es am Wasserngrat. Saanersloch bildet das Zentrum der größten Skiarena der Destination Gstaad - 105 Kilometer Pisten verbinden Saanenmöser mit Zweisimmen und Schönried.

Pistenkilometer: 200

Liftanlagen: 47

 

 

St. Moritz (Graubünden)

 

Platz 10 der größten Skigebiete der Schweiz übernimmt St. Moritz. Zwar hat die Skiregion Engadin St. Moritz insgesamt sage und schreibe 350 Pistenkilometer in petto, allerdings haben wir uns entschlossen, die nicht direkt zu den Orten St. Moritz Dorf und St. Moritz Bad gehörenden Skigebiete Corvatsch, Diavolezza, Pontresina und die kleineren Anlagen von Samedan oder La Punt hier nicht zu berücksichtigen. Das Hauptskigebiet „Corviglia“, welches man direkt mit St. Moritz verbindet, hat immerhin 163 Pistenkilometer, 35 Abfahren und 24 Anlagen zu bieten. Das Skifahren steht für viele Gäste hier allerdings nicht im Vordergrund, zählt St. Moritz doch zu den exklusivsten Nobelurlaubsorten der Alpen. Hier lässt man es sich in den Top-Restaurants am Berg gut gehen, nutzt die Gelegenheit zum Luxus-Shopping oder besucht das alljährliche Snow Polo auf dem gefrorenen St. Moritzersee. Der Schampuskonsum dürfte nirgendwo höher sein. Was aber nicht heißen soll, dass das Skigebiet unspannend ist – schließlich werden hier Ski-Weltcups ausgetragen, es fanden bereits zwei Olympische Spiele in St. Moritz statt, das Skigebiet bietet mehrere wirklich anspruchsvolle schwarze Pisten und eine Höhenlage von über 3000m (Piz Nair).

Pistenkilometer: 163

Liftanlagen: 24


Weitere große Skigebiete (über 100 Pistenkilomer) in der Schweiz: Grindelwald – Wengen, Crans Montana, Andermatt-Sedrun, Obersaxen Mundaun, Grimentz-Zinal, Aletsch Arena, Leysin, Saas Fee.

  

Alle Skigebiete in der Schweiz findet ihr hier!

 

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