Der Ski-Winter 2019/2020 fand Mitte März aufgrund der Covid19-Krise ein jähes Ende. Die Skigebiete mussten ihr Pforten schließen und auch die offizielle Schneeberichterstattung der Bergbahnen sowie der Skiinfo-Crew wurde eingestellt. Dennoch wollen wir es uns wie in jedem Jahr nicht nehmen lassen und euch in einer übersichtlichen Infografik die Skigebiete in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorstellen, in denen im Winter 2019/2020 am meisten Schnee gefallen ist.

 

Berücksichtigt wurden alle Schneedaten zwischen dem 01. Oktober 2019 und dem 15. März 2020. Da die Corona-Problematik ab Mitte März keine adäquate Datenerhebung mehr zuließ, mussten wir in diesem Winter den verkürzten Zeitraum wählen.

 

Die Schnee- und Schneefallmengen in diesem Winter 2019/2020 waren bei Weitem nicht so groß wie noch im vergangenen Winter, der im Januar alle Rekorde sprengte. Damals fielen in den ersten beiden Januarwochen in Tirol, Salzburg und den Bayerischen Alpen oftmals zwei bis fünf Meter (!) Neuschnee. In diesem Winter kehrte in der Statistik wieder "Normalität" ein und vor allem Skigebiete aus dem Wallis tummeln sich auf den vorderen Plätzen. Doch auch Österreichs Gletscher bekamen jede Menge Schnee ab - anders als die Skigebiete in den niederen Lagen unterhalb von 1500 Metern, für die der Winter 2019/2020 eine echte Katastrophe war. Zu mild war der Winter und zu wechselhaft: Kurzen Perioden von Schneefällen folgten oft schnelle Erwärmungen, so dass die Skigebiete in den Voralpen und geringeren Höhenlagen viel Mühe hatten, überhaupt den ein oder anderen Tag Liftbetrieb anzubieten.

 

Wie mild der Winter wirklich war, kann man im HISTALP Winterbericht 19/20 des ZAMG für Österreich nachlesen: "Über das gesamte österreichische Tiefland gerechnet war der Winter 2019/20 im Vergleich zum Mittel 1961-1990 um 3,3°C zu warm, er belegt damit Platz 3 in der Rangliste der wärmsten Winter. In der 253 Jahre umfassenden Messgeschichte waren nur die Wintersaisonen 2006/07 (um 3,9°C zu warm) und 2013/14 (um 3,4°C zuwarm) noch wärmer. Auf den Bergen wird das 30-jährige Mittel im vergangenen Winter um 3,7°C übertroffen, das bedeutet Platz 4 für die Gipfelregionen. Betrachtet man die Niederschlagssummen, war der Winter 2019/20 in den HISTALP Subregionen Nord und West etwas zu feucht, in den inneralpinen Tälern sowie in den Tal- und Beckenlagen des Südostens dagegen deutlich zu trocken."


Auch in der Schweiz war es ein durchwachsener Winter, wie das Schweizer Institut für Lawinenforschung in seinem Winterbericht darlegt: "Auf einen vielversprechenden Winterbeginn im November mit Rekordschneefällen im Süden folgten sehr warme Wintermonate: Von November bis März wurde von MeteoSchweiz die zweitwärmste Periode seit Messbeginn 1864 verzeichnet. Mehrmalige Regenfälle bis über 2000 m und intensive Winterstürme führten zu sehr unterschiedlichen Schichteigenschaften auf kleinem Raum und verhinderten ein stärkeres Anwachsen der Schneehöhen."

 

Hier die Skiinfo-Infografik zum Winter 2019/2020 (alle Schneefallangaben in cm):

 

 

Erklärung zu den angezeigten Schneedaten

Unsere Schneedaten basieren auf den Angaben der Bergbahnen und Tourismusregionen. Schneefälle sowie Schneehöhen werden von unseren Partnern sowie unserem Snowreporter-Team im Winter täglich aktualisiert. Auch wenn wir die Plausibilität der Daten regelmäßig überprüfen, die Daten mit denen verschiedener Wetteranbieter abgleichen und mit einem Skiinfo-Team von erfahrenen Schneeberichterstattern zusammenarbeiten, können wir für die absolute Richtig- und Exaktheit der Schneedaten leider keine Garantie übernehmen. Wir von Skiinfo sind aber überzeugt: Im deutschsprachigen Raum werden ihr keine verlässlichere Quelle finden, die euch Schneedaten aus mehr als 2000 Skigebieten weltweit präsentieren kann.