Besser könnte die Bilanz der deutschen Skibergsteiger bei der WM im französischen Pelvoux kaum aussehen. Sie holten sich vier Gold- und eine Silbermedaille und erzielten damit das beste Ergebnis in der Geschichte des deutschen Skibergsteigens. Toni Palzer aus Berchtesgaden setzte sich bei den Junioren in den Disziplinen Single und Vertical gegen die Konkurrenz durch, während er sich im Sprint als Zweiter knapp geschlagen geben musste. Sepp Rottmoser aus Rosenheim sicherte sich zwei Goldmedaillen im Sprint-Rennen.Er schaffte damit auch den ersten Titel eines deutschen Skibergsteigers in der Senioren-Klasse überhaupt.

Eine Klasse für sich: Toni Palzer

Besonders überragend waren die Leistungen des 19-jährigen Toni Palzer, der gleich zwei Gold- und eine Silbermedaille mit nach Hause bringt: Er gewann nicht nur das Vertical-Race der Junioren, auch im Single-Race ließ er der Konkurrenz keine Chance und holte sich den Titel mit einem Vorsprung von über fünf Minuten. Palzer ist seit vier Jahren in allen offiziellen Singlerennen der Internationalen Vereinigung für Skibergsteigen (ISMF), sowohl im Weltcup als auch bei EM und WM, ungeschlagen. Seine dritte Medaille erlief sich der Berchtesgadener im Sprint-Bewerb am Montag, in dem er als Titelverteidiger „nur“ Zweiter wurde.

Zwei Titel an Sepp Rottmoser

Der 22-jährige Sepp Rottmoser stand seinem Teamkollegen mit seinen WM-Leistungen nicht nach. Der amtierende Europameister holte sich in der Disziplin Sprint gleich zwei WM-Titel: sowohl in der Herren- als auch in der Espoir-Klasse (entspricht U23). Beim Singlerennen der Espoir-Klasse verpasste er knapp das Stockerl und musste mit der „blechernen“ Medaille Vorlieb nehmen; eine tolle Leistung, da er bei der letzten Abfahrt gestürzt war und seine Fahrt mit gebrochenen Skiern fortsetzen musste.

Zum Abschluss der WM findet am Freitag um zehn Uhr der Staffelwettbewerb statt, bei dem auch die deutschen Athleten an den Start gehen. Die deutsche Mannschaft hat dabei eher Außenseiterchancen. Details zu den WM-Ergebnissen gibt es unter www.ismf-ski.org.

Quelle: DAV