Wieder ein schweres Lawinenunglück in der Schweiz: Am Samstag sind fünf Italiener auf einer Skitour am Großen Sank Bernhard im Wallis von einer Lawine verschüttet worden. Drei der Bergsportler erlagen noch vor Ort ihren Verletzungen, ein vierter starb später im Hospital. Ein Mann kam mit leichten Verletzungen davon, der sechste Tourengeher der Gruppe wurde nicht von der Lawine erfasst.

Erfahrene Tourengeher

Die Skitourengeher waren am Samstag gegen Mittag (13 Uhr) in Richtung Hospiz bei der Combe des Morts unterwegs, als sich auf 2300 Meter Höhe die Lawine löste. Sie war nach Angaben der NZZ etwa 80 Meter breit und 200 bis 300 Meter lang. Zum Unglückszeitpunkt herrschte schlechtes Wetter, viel Wind und Nebel. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwer. Zwar konnten alle fünf Verschütteten dank ihrer Lawinenverschüttetensuchsysteme gefunden werden, für vier kam die Hilfe jedoch zu spät. Die Opfer, jweils zwei 51- und 52-jährige Frauen und Männer, waren bis zu zweieinhalb Meter unter dem Schnee begraben.

Erst Anfang Februar waren am schwärzesten Lawinenwochenende aller Zeiten in der Schweiz acht Menschen von Schneemassen verschüttet worden und gestorben.